Mittwoch, 12. Oktober 2011

Buchmesse 2011 – Aufbau


Für mich fing die Buchmesse schon am Dienstag an. Ich half einem befreundeten Verlag beim Aufbau ihres Standes in Halle 3.0 und bekam dafür eine Aufbau-Eintrittskarte und einen Bagel mit Sesam. Vor allem aber habe ich mich auf die Karte gefreut, denn so konnte ich nach dem flotten Auspacken, Einräumen, Putzen und Umstellen durch die unfertigen Hallen streunen.


Aber halt, eigentlich fing für mich das Gefühl, das jetzt endlich wieder Messe-Zeit ist, schon ein paar Minuten vorher an. Noch bevor der bleistiftförmige Messeturm am Horizont auftauchte. In der S-Bahn stiegen eine Engländerin mit penetranter Stimme ein und drei Ungarn mit großen, schweren Koffern. Sie sprachen über Süßigkeiten und Künstler, eine gute Mischung, wie ich finde. Und ich stellte mir vor, wie um mich herum Agenten aus dem Ausland saßen und vielleicht zum ersten Mal hier in Frankfurt waren, um sich die Rechte an einem zukünftigen Bestseller zu sichern. Ich schielte nach Lesern des Börsenblatts oder buchreports, meine Vermutung blieb aber unbestätigt im stickigen Bahnabteil in der Luft kleben.


Noch früher, das Messe-Gefühl setzte noch eher ein als gedacht. Letzte Woche war ich zwei Mal in Frankfurt gewesen, zum Umsteigen und Einkaufen (für die Buchmesse). Letztes Jahr hingen die großen Plakate mit den gelben Flächen und dem jungen Mann überall herum und warben für die Buchmesse 2010. Dieses Jahr entdeckte ich die Puzzleteile, die die verschiedensten Menschen miteinander verband, nur wegen der Messe. Interessantes, neues Konzept, aber ein bisschen fad waren die Plakate schon. Und heute schon wieder weg, als hätten die Werbemenschen es sich plötzlich anders überlegt.


Noch früher, viel früher. Diese stille Sehnsucht nach diesem trubeligen Ort setzte bereits im September ein, als Wortschatz und ich einen der grauen Aussichtsplattformen bestiegen und den Messeturm im Licht der untergehenden Sonne fotografierten. Warm war es da noch gewesen, der Taunus versank im Schatten und die Flieger flogen über den Süden in Richtung Stadion und landeten auf dem großen Flughafen, der so grau und deplatziert in der Landschaft wirkte.


Ich streunte heute umher, meine Kamera in der Hand, zuviel Gepäck auf dem Rücken. Ich beneidete den Standplatz des befreundeten Verlags, die in Halle 3.0 direkt die Fenster im Blick haben, während ich am anderen Ende eine Woche lang das Tageslicht nicht sehen werde. Im Dunkeln hin, im Dunkeln zurück, so sah das bislang bei mir aus, außer im vergangenen Jahr. In 3.0 herrschte ein munteres Treiben, irgendwo probierte ein Verlag ihre Musik am Stand aus. In 4.0 herrschte ein überschaubares Chaos, bis ich dort plötzlich in der Non-Book-Abteilung stand und beschloss, diese besser zu umgehen. Der Kleinkram dort beanspruchte mehr Kisten als auf die Gänge passten, geschweige den die Halle. Bei meiner Flucht kreuzte ich zwei Gabelstaplern. So ist das nun mal, von Mittwoch bis Sonntag sind es Ellenbogen und Fußtritte, am Dienstag Gabelstapler.


Richtig, richtig schlimm sah es nicht bei den Strebern in 4.1 aus, sondern in Halle 3.1. Manche Gänge waren frei, andere hingegen unbetretbar. Die Kisten, Verpackungsmaterialien, Folien türmten sich mehrere Stockwerke hoch. Ob hier noch vor Mitternacht der Teppich verlegt werden konnte? In 3.0 sollte er um 15 Uhr kommen, ich hab ihn allerdings auch um 16 Uhr noch nicht gesehen. Stress allerdings auch nicht, eher verschwitzte, glückliche und rauchende Menschen, überall. Genau so sieht die Messe-Vorfreude aus.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Buchmesse 2011 – Veranstaltungstipps Donnerstag

Kaum sind die Füße eingelaufen, folgt auch schon der zweite Messetag. Hier nun die aktuellen Veranstaltungstipps für den Buchmesse-Donnerstag. Und wie immer: Für den chaotischen Veranstaltungsplaner der Messe übernehme ich keine Verantwortung!

Donnerstag, der 13. Oktober 2011
 
9.45-10.15 Uhr: Kinderbücher und Mehrsprachigkeit - Jutta Bauer im Gespräch
Was steckt hinter der Idee, Kinderbücher in zwei Sprachen zu veröfffentlichen? Geht es um Bildung? Oder um den globalisierten Markt? Vielleicht um Integration? (SchauHör Verlag, 3.0 K399)

09.45-10.45 Uhr: Enhanced E-Books, Apps & Co. − Chancen für Verlage
Innovative Formate wie enhanced E-Books und (Tablet-)Apps haben dem E-Book-Markt weiter Auftrieb gegeben. Wo stehen Verlage aktuell und welchen E-Book-Strategien gehört die Zukunft? (Akademie des Deutschen Buchhandels, 4.2 B1448)

10-10.20 Uhr: POL: Hjalmar Johansens Hundejahre
Bernd Steinle (F.A.Z.) im Gespräch mit dem Autor Reinhold Messner. (FAZ, 3.1 D154)

10-10-30 Uhr: Jón Kalman Stefánsson im Gespräch
Er zählt zu den besten isländischen Schriftstellern: Jón Kalman Stefánsson. In „Der Schmerz der Engel“ schildert er die Postreise zweier Männer über das eisige Island. (ARD Hessischer Rundfunk, ARD-Bühne im Forum)

10-10.45 Uhr: Studenten erleben die Hörspielproduktion
Wie geht man an die Textbearbeitung heran? Was muss bei der Geräuschauswahl beachtet werden? Und wie könnte die CD-Hülle gestaltet sein? (Studium rund ums Buch, 4.1 B139)

10-11 Uhr: Weißt du noch dein Studium? Erfahrungsberichte aus der Berufswelt.
Zwei Alumni des Studiengangs Buchwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz erzählen von ihren Erfahrungen nach dem Studium. (Johannes Gutenberg-Universität, Institut für Buchwissenschaft, 4.0 A1352)

10-11 Uhr: STRATEGIE Lesen, Hören, Browsen – Bücher im digitalen Medienmix
Moderation: Karin Schmidt-Friderichs (Verlag Hermann Schmidt, Mainz), Gabi Schermuly-Wunderlich (bvdm, Wiesbaden) Keynote: Annabella Weisl (Google Editions, Hamburg). (Frankfurt Book Fair Ausstellungs- und Messe-GmbH des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, 4.0 A1320)

10-11 Uhr: Reykjavík - Stadt der Literatur
Reykavík wurde jüngst zur UNESCO-Literaturstadt ernannt. (Sagenhaftes Island Ehrengast der Buchmesse 2011, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Forum, Ebene 1, Ehrengastpräsentation 2011)

10-11 Uhr: Spiele im Buchhandel
Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung von Nonbook- und Spielebereichen. (Frankfurt Book Fair Ausstellungs- und Messe-GmbH des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, 4.0 H1664)

10-11 Uhr: wdr5 Bücher
Gäste: Ilija Trojanow und Antje Rávic Strubel Moderation: Markus Brügge (ARD-Hörfunk, Das Gläserne Studio)

10-11 Uhr: Pfadfinder - Schauplätze der Digitalisierung
Das Forum Zukunft führt zu den Schauplätzen der Digitalisierung. Entlang der Hot Spots von Frankfurt Sparks ermöglichen wir Interessierten die Begegnung mit Unternehmen, Verlagen,... (Börsenverein des Deutschen Buchhandels, 4.0 D1362)

10-12 Uhr: Fragen zu Netzpublikationen
Sind E-Books und E-Journals ablieferungspflichtig und welche technischen Lösungen sind optimal? Zeit für Gespräche mit Verlagen und Dienstleistern am Stand der Deutschen Nationalbibliothek.(Deutsche Nationalbibliothek, 4.2 L435)

10.30-10.50 Uhr: Erlösung
Hannes Hintermeier (F.A.Z.) im Gespräch mit dem Autor Jussi Adler Olsen (FAZ, 3.1 D154)

11-11.20 Uhr: In Zeiten des abnehmenden Lichts
Sandra Kegel (F.A.Z.) im Gespräch mit dem Autor Eugen Ruge. (FAZ, 3.1 D154)

11-11.30 Uhr: 3sat liest
Andreas Steinhöfel - Rico, Oskar und der Diebstahlstein (3sat, 4.1 Q555)

11-12 Uhr: Hot Spot Tour to the Future of Publishing
Ein Rundgang zu den Frankfurt Hot Spots und ihren Ausstellern: Ob Datenmanagement, neue Produktionsservices, digitale Lesegeräte, Mobile Publishing, digitales Lernen oder Literaturcommunities (Frankfurt Book Fair Ausstellungs- und Messe-GmbH des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, 4.1 F)

11-12 Uhr: Neue Zeiten. Neue Wege – XML first oder last?
Claudia Güner (Medizinverlage Stuttgart) im Interview über die unterschiedlichen Wege in der XML-Herstellung. (Studium rund ums Buch, Hochschule der Medien Studiengang Mediapublishing, 4.0 A1352)

11-12 Uhr: Transmedia Storytelling – Bitte was?
Geschichtenerzählen macht einen Großteil der Buchbranche aus. Doch der Kunde von morgen fragt längst nach interaktiven Stoffen, die ihn multimedial fordern. (Börsenverein des Deutschen Buchhandels, 4.0 D1362)

11-12 Uhr: „Rose aus der Asche“ – Eine arabische Stunde mit Ali Al-Jallawi
Fragen an den Dichter zu seinem Leben in der Opposition, zum kurzen Weg vom „arabischen Frühling“ in einen langen Herbst, zur Rolle von Poesie und Dichtung im Umbruch der arabischen Welt. (P.E.N.-Zentrum Deutschland, 4.1 E151)

11.30-12.30 Uhr: Was Sie schon immer über Nonbooks wissen wollten ...
Buchhändler fragen, Experten antworten. Eine wechselnde Runde von Experten aus verschiedenen Bereichen der Nonbookpraxis beantwortet Fragen aus dem Publikum. (Frankfurt Book Fair Ausstellungs- und Messe-GmbH des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, 4.0 H1664)

12-12.30 Uhr: Einar Már Guðmundsson: „Vorübergehend nicht erreichbar“
Ein einzigartiges Buch zwischen Realität und Fiktion: Einar Thor und seine Geliebte Eva sind drogenabhängig. Während Einar in Untersuchungshaft sitzt, schreiben die beiden sich fast täglich. (Sagenhaftes Island Ehrengast der Buchmesse 2011, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Forum, Level 1, Ehrengastpräsentation 2011)

12.15-13.15 Uhr: Die Verschwendung der Kindheit
Kinder ohne Bildung gefährden das Wohl unserer Gesellschaft, die immer mehr in arm und reich zu zerfallen droht. Der SZ-Journalist Felix Berth zeigt auf, wie die Verarmung in Deutschland gestoppt werden kann. (Verlagsgruppe Beltz Julius Beltz GmbH & Co. KG, 4.2 B1448)

12.30-13 Uhr: Ilija Trojanow im Gespräch mit Denis Scheck
Über sein neues Buch "EisTau". (ARD Hessischer Rundfunk, ARD-Bühne im Forum)

12.30-13 Uhr: Ævar Örn Jósepsson: „Wer ohne Sünde ist“
Die skelettierte Leiche eines Mannes wird vor laufendem Fernseher gefunden. Offenbar ist der Mann schon seit über einem Jahr tot. Kommissar Árni und seine Kollegen von der Kripo Reykjavík stehen vor einem Rätsel. (Sagenhaftes Island Ehrengast der Buchmesse 2011, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Forum, Level 1, Ehrengastpräsentation 2011)

12.45-13.15 Uhr: Hochschulen: Think Tank für den Wandel?
Die Buchbranche ist im Umbruch, es sind neue Konzepte und Geschäftsmodelle gefragt. Was können die buchorientierten Hochschulen dazu beitragen? (buchreport, 4.0 A1312)

12.45-13.45 Uhr: Social Media – Vom Marketingtool zur Erlösquelle?
Social Networks und Foren ermöglichen Verlagen effiziente Dialogstrategien und können so helfen, Kosten für Marketing und Kommunikation einzusparen. (Akademie des Deutschen Buchhandels, 6.1 D903)

13-13.30 Uhr: das blaue sofa: Charlotte Roche
Schoßgebete (Piper) Moderation: Luzia Braun (Der Club Bertelsmann | Deutschlandradio Kultur | ZDF, das blaue sofa: Übergang Halle 5 & 6)

13-13.30 Uhr: Buchjournal-Talk mit Dora Heldt
Die Autorin Dora Heldt spricht über ihr neues Buch „Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt“ (dtv). Moderation: Sabine Schmidt (Buchjournal-Redakteurin) (MVB Marketing und Verlagsservice des Buchhandels GmbH, 4.1 B139)

13-13.30 Uhr: swr3 Die Sonntagsshow
Gast: Ralf Schmitz Moderation: Kristian Thees (ARD-Hörfunk, Forum Ebene0, Das Gläserne Studio)


13-14 Uhr: Großfläche war gestern: Wie unabhängige Buchhandlungen beim Kunden punkten
Filialisten verkleinern oder schließen Großflächen, Tchibo-Chef Markus Conrad prophezeit dem inhabergeführten Buchhandel eine Renaissance. (Börsenverein des Deutschen Buchhandels, 4.0 D1362)

13.30-14 Uhr: Eugen Ruge im Gespräch mit Iris Radisch
Eugen Ruge spricht mit Iris Radisch, DIE ZEIT, über sein neues Buch „In Zeiten des abnehmenden Lichts“, Rowohlt Verlag. (Die ZEIT, 3.1 D101)

13.30-14 Uhr: Nele Neuhaus
Passionierte Krimileser kommen am Ermittlerduo von Bodenstein und Kirchhoff nicht mehr vorbei. In den erfolgreichen Taunuskrimis von Nele Neuhaus lösten sie jüngst ihren fünften Fall. (ARD Hessischer Rundfunk, ARD-Bühne im Forum)

13.30-14 Uhr: Jónína Leósdóttir: „Am liebsten gut“
Nína ist stets darum bemüht, perfekte Mutter, fürsorgliche Tochter und funktionierende Ehefrau zu sein. Bis zur Erschöpfung setzt sie sich ein und macht sich Sorgen über die Probleme anderer. (Sagenhaftes Island Ehrengast der Buchmesse 2011, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Forum, Level 1, Ehrengastpräsentation 2011)

13.30-14 Uhr: das blaue sofa: Navid Kermani
Deine Name. Roman (Hanser) Moderation: Barbara Wahlster (Der Club Bertelsmann | Deutschlandradio Kultur | ZDF, das blaue sofa: Übergang Halle 5 & 6)

14-14.30 Uhr: Jón Kalman Stefánsson: „Der Schmerz der Engel“
In den Wintern sind die Nächte dunkel und still, der Schnee fällt so dicht, dass er Himmel und Erde verbindet. Während der Junge in der Gaststube vorliest, entrinnt Jens, der Postmann, dem Tod. (Sagenhaftes Island Ehrengast der Buchmesse 2011, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Forum, Level 1, Ehrengastpräsentation 2011)

14-14.30 Uhr: swr3 Die Sonntagsshow
Gast: Wladimir Kaminer Moderation: Kristian Thees (ARD-Hörfunk, Forum Ebene 0, Das Gläserne Studio)

14-15 Uhr: Beruf Illustrator: Die gute Mappe
Über die Mappen-Gestaltung kann der Illustrator gezielt beeinflussen, wie Auftraggeber seine Arbeit wahrnehmen und wertschätzen. Der erste Eindruck zählt. (Illustratoren Organisation e.V., 4.1 Q533)

14-15 Uhr: Pfadfinder – Im Auge des Betrachters
Auf die Spuren der Buchgestaltung im 21. Jahrhundert begibt sich dieser vom Forum Zukunft präsentierte Rundgang. (Börsenverein des Deutschen Buchhandels, 4.0 D1362)

14-15 Uhr: Axel Scheffler und Räuber Ratte sind da!
Star-Illustrator Axel Scheffler stiehlt RÄUBER RATTE, dem Schrecken der Landstraßen, der von Süßem über Krümel bis zu Ameisen alles frisst, mit seinem schnellen Feder-Strich die Show! (Verlagsgruppe Beltz JUlius GmbH & Co. KG, 3.0 K399)

14 Uhr: Märzwald – Dichtung für Freunde der Popmusik.
Lyrikerin Ulrike Almut Sandig und Singer-Songwriterin Marlen Pelny (Schöffling & Co.) (Azubistro mediacampus frankfurt/die schulen des deutschen buchhandels, 4.0 A1338)

14.30-15 Uhr: Auður Ava Ólafsdóttir: „Weiß ich, wann es Liebe ist?“
Arnljótur lässt sein Leben in Island hinter sich um in einem einst weltberühmten Klostergarten eine seltene Rose zu züchten. Es wird eine Reise zu sich selbst. (Sagenhaftes Island Ehrengast der Buchmesse 2011, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Forum, Level 1, Ehrengastpräsentation 2011)

14.30-15 Uhr: Charlotte Roche im Gespräch mit Mathias Morgenthaler
Über ihr neues Buch „Schoßgebete“. (ARD Hessischer Rundfunk, Forum Ebene 0, ARD Bühne)

14.30-15 Uhr: Wann ist ein Buch ein Buch?
Enhanced Books, E-Books, Inhalte zwischen zwei Buchdeckeln – was macht das Buch im Kern aus? (Börsenverein des Deutschen Buchhandels, 3.1 L685)

14.30-15.30 Uhr: Paul Maar „Sams im Glück"
Wunschpunktwunderbar und von kleinen und großen Fans lange erwartet: Paul Maar liest seine rasante- turbulente Sams Geschichte „Sams im Glück". (Verlag Friedrich Oetinger GmbH, 3.0 F365)

15-15.30 Uhr: Wenn wir Tiere wären
Rose-Maria Gropp (F.A.Z.) im Gespräch mit dem Autor Wilhelm Genazino (FAZ, 3.1 D154)

15-15.30 Uhr: Steinunn Sigurðardóttir: „Der gute Liebhaber“
Karl kommt nach einem langen USA-Aufenthalt zurück und beobachtet Una, seine Jugendliebe, durch das Schlafzimmerfenster, kehrt dann in eine Kneipe ein und landet im Haus einer anderen. (Sagenhaftes Island Ehrengast der Buchmesse 2011, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Forum, Level 1, Ehrengastpräsentation 2011)

15-15.45 Uhr: Sagas reloaded
Isländisches Literaturerbe und junge Spoken Word-Künstler. Mit Bergur Ebbi Benediktsson, Nora Gomringer und Halldór Halldórsson. Moderation: Thomas Böhm (Sagenhaftes Island) (ARTE Deutschland TV GmbH, 3.1 Foyer West)

15.15-16.15 Uhr: Apps for Kids – Kinderbücher digital
Kinderbücher haben ihren Weg aufs iPad gefunden – mal als Enhanced E-Book, mal als App. Doch was spricht für die eine, was für die andere Lösung? (Akademie des Deutschen Buchhandels, 3.0 K399)

15.30-15.50: Blumenberg
Patrick Bahners (F.A.Z.) im Gespräch mit der Autorin Sibylle Lewitscharoff. (FAZ, 3.1 D154)

15.30-16 Uhr: Guðrún Eva Mínervudóttir: „Der Schöpfer“
Sveinn stellt lebensgroße Sexpuppen aus Silikon her, die möglichst perfekt sein sollen. Eines Tages bleibt Lóas Wagen mit einer Reifenpanne vor Sveinns Haustür liegen. Er bietet ihr seine Hilfe an. (Sagenhaftes Island Ehrengast der Buchmesse 2011, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Forum, Level 1, Ehrengastpräsentation 2011)

15.30-16 Uhr: das blaue sofa: Harry Rowohlt
Flann O’Brien (Kein & Aber) Moderation: Ralf Müller-Schmid (Der Club Bertelsmann | Deutschlandradio Kultur | ZDF, das blaue sofa: Übergang Halle 5 & 6)

16-16.30 Uhr: Árni Þórarinsson: „Ein Herz so kalt“
Sauregurkenzeit in Nordisland. Reporter Einar wird in ein leer stehendes Haus gerufen, entdeckt die nackte Leiche eines 17-jährigen Mädchens. Ihre durchschnittenen Pulsadern deuten auf Selbstmord. (Sagenhaftes Island Ehrengast der Buchmesse 2011, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Forum, Level 1, Ehrengastpräsentation 2011)

16-17 Uhr: E-Commerce im Buchhandel
Aktuelle Ergebnisse und Implikationen einer Studie des Sortimenter-Ausschusses und des Instituts für Buchwissenschaft zum Einsatz des Internets im Buchhandel. (Börsenverein des Deutschen Buchhandels, 4.0 D1362)

16.30-17 Uhr: 3sat liest
Charlotte Roche - Schoßgebete Livestream unter www.3sat.de (3sat, 4.1 Q555)

16.30-17 Uhr: Yrsa Sigurðardóttir liest aus „Geisterfjord“
Drei junge Leute aus Reykjavík planen, ein heruntergekommenes Haus in einem verlassenen Dorf in den Westfjorden Islands wieder aufzubauen. Sie ahnen nicht, welche Ereignisse sie damit in Gang setzen. (Sagenhaftes Island Ehrengast der Buchmesse 2011, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Forum, Level 1, Ehrengastpräsentation 2011)

16.30-17 Uhr: das blaue sofa: Ilija Trojanow
EisTau (Hanser) Moderation: Marita Hübinger (Der Club Bertelsmann | Deutschlandradio Kultur | ZDF, das blaue sofa: Übergang Halle 5 & 6)

17-17.30 Uhr: das blaue sofa: Martin Seel
111 Tugenden, 111 Laster. (S. Fischer) Moderation: Ralf Müller-Schmid (Der Club Bertelsmann | Deutschlandradio Kultur | ZDF, das blaue sofa: Übergang Halle 5 & 6)

17-17.30 Uhr: 3sat liest
Thomas Glavinic - Unterwegs im Namen des Herrn Livestream unter www.3sat.de (3sat, 4.1 Q555)

17-18 Uhr: hr2-kultur
Fidelio Gäste: Feridun Zaimoglu und Judith Schalansky Moderation: Martin M. Schwarz (ARD-Hörfunk, Forum Ebene 0, Das Gläserne Studio)

Montag, 10. Oktober 2011

Deutscher Buchpreis 2011 – Der Sieger

Wer meine Eindrücke in Stichworten zu den Romanauszügen gelesen hat, konnte vielleicht eine kleine Tendenz feststellen. Viele gute Autoren sind auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2011 gelandet und haben der Jury die Entscheidung bestimmt nicht leicht gemacht. Ich habe heimlich Eugen Ruge die Daumen gedrückt und freue mich nun umso mehr, dass er es wirklich geworden ist. Hier die Begründung der sieben Jury-Mitglieder:

»Eugen Ruge spiegelt ostdeutsche Geschichte in einem Familienroman. Es gelingt ihm, die Erfahrungen von vier Generationen über fünfzig Jahre hinweg in einer dramaturgisch raffinierten Komposition zu bändigen. Sein Buch erzählt von der Utopie des Sozialismus, dem Preis, den sie dem Einzelnen abverlangt, und ihrem allmählichen Verlöschen. Zugleich zeichnet sich sein Roman durch große Unterhaltsamkeit und einen starken Sinn für Komik aus.«

Ein Video zur Preisvergabe ist hier verlinkt.

Buchmesse 2011 – Veranstaltungstipps am Mittwoch

Letztes Jahr kamen meine Veranstaltungstipps zum Programm der Frankfurter Buchmesse gut an, darum gibt es hier eine Wiederholung. Leider werde ich dieses Mal so gut wie keine Zeit für all die Lesungen, Signierstunden, Ausstellungen und Diskussionsrunden haben, da ich mich einem vollausfüllenden Knochenjob hingeben werde und die Lücken mit anderen Nebenjobs auffüllen werde. Vielleicht nächstes Jahr wieder. Oder so. Und wie immer: Für den chaotischen Veranstaltungsplaner der Messe übernehme ich keine Verantwortung!

Mittwoch, der 12. Oktober 2011

10-10.30 Uhr: Rezensieren im World Wide Web
Online-Rezensionsjournale erfreuen sich großer Beliebtheit, Elemente des Web 2.0 aber, wie sie auf dem kommerziellen Buchmarkt längst etabliert sind, existieren bislang nicht. (Bayerische Staatsbibliothek, 4.2 B408)

10-11 Uhr: STRATEGIE Open Access versus Walled Gardens
Kommt das Ende des freien Internets? Moderation/Keynote: Holger Schmidt, Frankfurter Allgemeine Zeitung (Frankfurt Book Fair Ausstellungs- und Messe-GmbH, 4.0 A1320)

10-11 Uhr: Pfadfinder - Schauplätze der Digitalisierung
Das Forum Zukunft führt zu den Schauplätzen der Digitalisierung. Entlang der Hot Spots von Frankfurt Sparks ermöglichen wir Interessierten die Begegnung mit Unternehmen, Verlagen,... (Börsenverein des Deutschen Buchhandels, 4.0 D1362)

10.30-10.50 Uhr: Arabersaison
Andrea Diener (F.A.Z.) im Gespräch mit der Autorin Felicia Englmann (FAZ, 3.1 D154)

10.30-11 Uhr: Darf’s eine App mehr sein? – Workflow zu E-Book und iPad
Wer seine Inhalte auch als E-Books oder App vermarkten will, kommt nicht umhin, sich um die Effizienz und die Wirtschaftlichkeit bei der Erstellung von Publikationen Gedanken zu machen. (EasyBrowse GmbH, 4.2 L460)

11-11.30 Uhr: das blaue sofa: Buchpreis 2011
Vorstellung des Preisträgers Eugen Ruge. Moderation: Wolfgang Herles (Der Club Bertelsmann | Deutschlandradio Kultur | ZDF, das blaue sofa: Übergang Halle 5 & 6)

11-11.30 Uhr: Sebastian Schnoy liest „Lass uns Feinde bleiben“
Wie fies muss man Frauen behandeln, damit sie einen unwiderstehlich finden? Tim verzichtet für Sarah aufs Rauchen, stellt seine E-Gitarre in den Keller und macht Yoga. Doch was hat er davon? (Eichborn AG, 4.1 B139)

11-12 Uhr: Maßgeschneiderte E-Strategien – Wie „enhanced“ muss der Verlag heute sein?
E-Beraterin Ingrid Goldstein (Knowledge Architectures) im Interview über die multimediale Zukunft der Verlage. (Studium rund ums Buch, 4.0 A1352)

11 Uhr: Wo kommen die Worte her?
Hans-Joachim Gelberg (Verlagsgruppe Beltz) im Gespräch mit den Azubis des mediacampus frankfurt. (Azubistro, 4.0 A1338)

11.30-11.50 Uhr: Wer Wind sät
Peter Lückemeier (F.A.Z.) im Gespräch mit der Autorin Nele Neuhaus. (FAZ, 3.1 D154)

11.30-12 Uhr: das blaue sofa: Kristof Magnusson
Gebrauchsanweisung für Island Moderation: Barbara Wahlster (Der Club Bertelsmann | Deutschlandradio Kultur | ZDF, das blaue sofa: Übergang Halle 5 & 6)

11.30-12.30 Uhr: Was Sie schon immer über Nonbooks wissen wollten ...
Buchhändler fragen, Experten antworten. Eine wechselnde Runde von Experten aus verschiedenen Bereichen der Nonbookpraxis beantwortet Fragen aus dem Publikum. (Frankfurt Book Fair Ausstellungs- und Messe-GmbH des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, 4.0 H1664)

12-12.30 Uhr: „Eins Extra im Gespräch“ - Ehrengast Island
Ulrich Timm spricht mit dem isländischen Schriftsteller Halldór Guðmundsson über die Pleite Islands. Was waren Ursachen für die Krise, wie ist die Situation jetzt und wie geht es mit Island weiter? (ARD, ARD-Bühne im Forum)

12-12.30 Uhr: 3sat liest
Judith Schalansky - Der Hals der Giraffe (Longlist-Autorin), Livestream unter www.3sat.de (3sat, 4.1 Q555)

12-13 Uhr: Beruf Illustrator: Der richtige Kunde für mich
Am Anfang steht immer die Frage, wie man als Illustrator zu Aufträgen kommt. Es gibt mehr Möglichkeiten als man denkt. (Illustratoren Organisation e.V. 4.1 Q533)

12-13 Uhr: „Digitales Lesen – in 5 Jahren so selbstverständlich wie Email heute?“
Podiumsdiskussion und Lunch zum Thema: „Wie gestaltet sich die weitere Digitalisierung im Buchmarkt und wird digitales Lesen in 5 Jahren schon so selbstverständlich sein wie Email heute?“ (Deutsche Telekom AG, 4.0 A1352)

13-13.30 Uhr: das blaue sofa: Sibylle Lewitscharoff
Blumenberg (Suhrkamp) Moderation: Luzia Braun (Der Club Bertelsmann | Deutschlandradio Kultur | ZDF, das blaue sofa: Übergang Halle 5 & 6)

13-13.45 Uhr: 101 Reykjavík: Eiskalt, knallhart
Die jungen Wilden der isländischen Literatur. Mit den Autoren Steinar Bragi („Frauen“) und Guðrún Eva Mínervudóttir („Der Schöpfer“). Moderation: Kristof Magnusson (ARTE Deutschland TV GmbH, 3.1 Foyer West)

13-14 Uhr: Hallgrímur Helgason liest „Eine Frau bei 1000°“
In ihrer Garage surft die 80-jährige Herbjörg durchs Internet und begleicht letzte Rechnungen, während der Ofen für ihre Einäscherung heißläuft. (Azubistro, 4.0 A1338)

13-14 Uhr: Stibitzen Sie Axel Scheffler Ihre persönliche Geburtstags-Signatur!
Bilderbuch-Illustrator Axel Scheffler, der Schöpfer des »Grüffelo«, signiert Ihren persönlichen Grüffelo Geburtstags Kalender. (Verlagsgruppe Beltz Julius Beltz GmbH & Co. KG, 3.1 F138)

13-14 Uhr: Der Buchmarkt braucht den Autor… und anders herum?
Kann der eine tatsächlich ohne den anderen? Joanne K. Rowling macht es gerade allen vor: Sie überspringt Verlag und Buchhandlungen bei der Vermarktung der Harry Potter-eBooks. (Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V., 4.0 D1362)

13-14 Uhr: Dr. Eckart von Hirschhausen hört zu
Kommt ein Doktor zum Hörverlag...Ist das ein Witz? Nein, und Sie können ihn sogar alles fragen, was Sie sich nie getraut haben, Dr. Sommer zu fragen. (Der Hörverlag GmbH, 3.0 E122)

13.15-14 Uhr: 7,5 Millionen funktionale Analphabeten in Deutschland
Analphabeten im Gespräch mit Autoren. Gemeinsam suchen sie einen Weg aus der Bildungsmisere. (LitCam gemeinnützige Gesellschaft, 4.0 Foyer LitCam live!)

13.30-14 Uhr: das blaue sofa: Thomas Meinecke
Lookalikes (Suhrkamp) Moderation: René Aguigah (Der Club Bertelsmann | Deutschlandradio Kultur | ZDF, das blaue sofa: Übergang Halle 5 & 6)

13.30-14 Uhr: Dora Heldt und Anke Greifeneder mit "Weihnachtsglanz"
Dora Heldt und Anke Greifeneder präsentieren erstmalig die Kurzgeschichten-Sammlung „Weihnachtsglanz. Ein Sack voller Geschichten“. (epubli GmbH, 6.1 D903)

13.30-14 Uhr: Navid Kermani im Gespräch mit Jens Jessen
Navid Kermani spricht mit Jens Jessen, Feuilletonchef DIE ZEIT, über sein neues Buch „Dein Name“, Hanser Verlag. Stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. (Die ZEIT, 3.1 D101)

14-14.15 Uhr: Geschenke-Einpacken Kurzworkshop
Für Buchhandlungen: Besuchen Sie unseren Kurzworkshop mit praktischem Know-How, Ideen und Expertentipps. Einfach am Messestand vorbei kommen und mitmachen. (Disegno GmbH, 4.0 H1635)

14-14.30 Uhr: Wilhelm Genazino im Gespräch mit Denis Scheck
Über sein neues Buch „Wenn wir Tiere wären“.  (ARD, ARD-Bühne im Forum)

14-14.30 Uhr: das blaue sofa: Janne Teller
Krieg - Stell dir vor, er wäre hier (Hanser Kinderbuch) Moderation: Petra Gerster (Der Club Bertelsmann | Deutschlandradio Kultur | ZDF, das blaue sofa: Übergang Halle 5 & 6)

14-15 Uhr: In der Mainstream-Falle? Blockbuster im Buchhandel
Bestseller, die hohe Auflagen bringen, sind für den Buchhandel wichtige Umsatzgaranten – nicht nur im Weihnachtsgeschäft. Aber braucht man sie um jeden Preis? (Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. 4.0 D1362)

14-15 Uhr: Literaturportale – Orakel oder Menetekel?
Gespräch mit Ina Fuchshuber (neobooks.de) über die Bedeutung von Literaturportalen für Verlage und Autoren. (Studium rund ums Buch, 4.0 A1352)

14-15 Uhr: Pfadfinder – Im Auge des Betrachters
Auf die Spuren der Buchgestaltung im 21. Jahrhundert begibt sich dieser vom Forum Zukunft präsentierte Rundgang. (Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. 4.0 D1362)

14.20-14.40 Uhr: Plan D
Hannes Hintermeier (F.A.Z.) im Gespräch mit dem Autor Simon Urban. (FAZ, 3.1 D154)

14.30-15 Uhr: Thomas Melle im Gespräch
Über sein Buch „Sickster“. (ARD Hessischer Rundfunk, ARD-Bühne im Forum)

14.30-15 Uhr: 3sat liest
Angelika Klüssendorf - Das Mädchen Livestream unter www.3sat.de (3sat, 4.1 Q555)

15-15.30 Uhr: Sibylle Lewitscharoff im Gespräch mit Ijoma Mangold
Sibylle Lewitscharoff spricht mit ZEIT-Redakteur Ijoma Mangold über ihr neues Buch "Blumenberg", Suhrkamp Verlag. (Die ZEIT, 3.1 D101)

15-15.30 Uhr: hr2-kultur
Roger Willemsens Literaturlese (ARD-Hörfunk, ARD-Bühne im Forum)

15-15.30 Uhr: 3sat liest
Eugen Ruge - In Zeiten des abnehmenden Lichts (Gewinner des Buchpreises 2011), Livestream unter www.3sat.de (3sat, 4.1 Q555)

15-16 Uhr: Junge Wilde braucht die Branche…
…doch woher nehmen wir sie und was müssen sie können? Generationenmanagement wird für den Buchmarkt schon heute immer wichtiger. (Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. 4.0 D1362)

15-16 Uhr: Preis für den kuriosesten Buchtitel 2011
Darf man ein Buch nach seinem Titel beurteilen? Man darf nicht nur, man muss. Zumindest beim Preis für den kuriosesten Buchtitel des Jahres. (Bloomsbury Verlag GmbH, 4.1 B139)

15-16 Uhr: swr2 Forum Buch
Gast: Reinhold Messner (ARD-Hörfunk, Das Gläserne Studio)

15-18 Uhr: Social Media-Power für die Buchbranche
Das Team des Twittwoch Rhein-Main mit Sascha Hüsing, Stefan Fink, Nico Kirch und Wibke Ladwig organisiert erstmals ein Special zum Thema Social Media in Unternehmen und Organisationen auf der Frankfurter Buchmesse. Neben Kurzvorträgen, Interviews und Lesungen im 15-Minuten-Rhythmus sowie einer Twitterwall mit dem Hashtag #twfbm ist der Twittwoch ein Treffpunkt für Büchermenschen aus dem Social Web. (Twittwoch e.V. Rhein-Main, 6.1 D903)

15 Uhr: AUFgelesen: Bibliophile Bücher
Das Buch soll nicht nur den Zweck erfüllen! Kunstwerke der Grafik, Malerei oder der Dichtung. (LiteRadio, 4.1 B115)

15.15-16 Uhr: Duell der Dichter
Die Rhein-Main-Reim-Szene wirbelt mit Wörtern herum und präsentiert Lyrik locker, fluffig und luftig. Kreative Köpfe tragen beim Poetry-Slam ihre Meisterwerke vor. (LitCam gemeinnützige Gesellschaft mbH, 4.0, LitCam live!)

15.45-16.15 Uhr: Paid Content: Die APP-Conomy als Chance für Verlage
Mobile Angebote für Apple, Android und Co. ermöglichen neue Paid-Content-Modelle für Verlage. Wie genau funktioniert die App-Conomy und welche Chancen bietet sie Verlagen? (buchreport, 4.0 A1312)

16-17 Uhr: Unterschiedliche Lesegeräte, unterschiedliches Lesen?
Lesen wir am Bildschirm wirklich anders als auf Papier? In einer weltweit einmaligen Lesestudie geht der Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz der Johannes Gutenberg-Universität Mainz dieser Frage nach. (Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. 4.0 Europa 2)

16-17 Uhr: Soft skills... Aber welche?
Die Ausbildung ist abgeschlossen, die Abschlussarbeit im Studium ist geschrieben. Fachlich fühlt man sich dem Berufsleben gewachsen, doch fehlen die viel erwähnten Schlüsselqualifikationen? (Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. 4.0 D1362)

16.10-16.30 Uhr: Büchermarkt: Kleine Verlage mit großen Ambitionen
Zu Gast: die Verleger des Düsseldorfer Lilienfeld Verlages, des Zu Klampen Verlages aus Springe und des Berliner Verbrecher Verlages Moderation: Hubert Winkels (Deutschlandfunk, 3.1 L673)

16.30-17 Uhr: das blaue sofa: Fatih Akin
Im Clinch. Die Geschichte meiner Filme (Rowohlt) Moderation: Susanne Führer (Der Club Bertelsmann | Deutschlandradio Kultur | ZDF, das blaue sofa: Übergang Halle 5 & 6)

16.50-17.10 Uhr: Gebrauchsanweisung für Island
Sandra Kegel (F.A.Z.) im Gespräch mit dem Autor Kristof Magnusson. (FAZ, 3.1 D154)

17.30-18 Uhr: hr2-kultur: Eugen Ruge
Der Autor Eugen Ruge stellt im Gespräch mit Alf Mentzer seinen Roman "In Zeiten des abnehmenden Lichts" vor. (ARD Hessischer Rundfunk, ARD-Bühne im Forum)

Freitag, 7. Oktober 2011

Nobelpreis für Literatur 2011 – Tomas Tranströmer

Die Wetten haben es dieses Jahr verraten. War etwas durchgesickert? Als ich am Tag zuvor die Namen der potentiellen Kandidaten betrachtete, fiel mir auf, dass sehr viele Lyriker auf der Liste waren. Und dann ging das Gemunkel, Geraune und Getuschel los, als eine Stunde vor der Bekanntgabe des Nobelpreises für Literatur plötzlich wie aus dem Nichts Tomas Tranströmer an Bob Dylan und Haruki Murakami vorbeipreschte.

Ja, Tomas Tranströmer hat den Literatur-Nobelpreis 2011 erhalten. Dafür hat er zwölf Gedichtbände publiziert, die weniger als 500 Seiten umfassen. In Deutschland wird er vom Carl Hanser Verlag betreut. Leider ist die letzte Neuerscheinung des 1931 in Stockholm geborenen Lyrikers auch schon eine ganze Weile her, sodass den Buchhändlern weltweit ein großes Geschäft entgeht. Ich fühle mit euch, liebe Buchhändler, und lauere auf eine schöne Neuauflage. So viel Geduld habe ich noch, kannte ich diesen Lyriker bis vor kurzem auch überhaupt nicht. Und du?

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Buchkaufrausch – Ich hab ihn, du auch?


Für diesen Buchkauf habe ich schwere Opfer gebracht. Ich habe ihn mir bei meiner Buchhandlung vorbestellt, durfte ihn aber erst dann abholen und verschlingen, sobald meine Seminararbeit fertig geschrieben war (selbst auferzwungener Fertigstellungstermin mit gewaltigen Belohnungseffekt). Um 3.36 Uhr habe ich heute das Licht in dem Gewissen ausgeknipst, den neuen Walter Moers wenige Stunden später am Erstverkaufstag sicher in den Händen halten zu können. Und hast du ihn dir auch geholt?

Freitag, 30. September 2011

Rezension – P. C. Cast/Kristin Cast: »House of Night 1: Gezeichnet«

Wann hat die Sache mit den Internatsgeschichten eigentlich angefangen? Bei mir auf alle Fälle bei Enid Blyton und ihrer Hanni und Nanni-Serie (und ein Paar Dolly-Bänden). Es folgte die Zauberer-Version mit Harry Potter, und nun waren die Vampire dran mit der House of Night-Serie. Der erste Band von P. C. Cast und Kristin Cast heißt »Gezeichnet« und ich war gespannt, wie das Internatskonzept hier umgesetzt wurde.

Mittwoch, 28. September 2011

Aus dem Alltag einer Buechereule – Neuer Mitbewohner aus London


Das ist Heathcliff, eine Eule aus England. Meine Schwester hat ihn mir aus London mitgebracht. Als ich Heathcliff aus dem Umschlag holte, starrte er mich zunächst mit seinen dunklen Kulleraugen an, flog hoch in mein Zimmer und versteckt sich bei den Hardcovern. Seitdem sitzt er dort missmutig herum und straft mich mit bösen Blicken. Ich hoffe, er wird noch etwas zutraulicher.

Montag, 26. September 2011

Das Island-ABC zur Frankfurter Buchmesse 2011 – Í

Ein kleiner Überblick gefällig, was für Autoren das Land Island hat? Mit allen Neuveröffentlichungen in Deutschland? Das habe ich für dich hier zusammengetragen. Und wunder dich nicht, dass ich die Schriftsteller nach ihrem Vornamen geordnet habe. Das ist in Island wohl so üblich, da die Menschen nur selten Familiennamen haben. Weitere Informationen gibt es unter dieser Website.

Freitag, 23. September 2011

Aus dem Alltag einer Buechereule – Tatort Stadtbücherei

Vor einigen Jahren hat meine gern aufgesuchte Stadtbücherei Lerninseln angeschafft, die zwischen den Regalen aufgebaut sind. Diese benutze ich seit diesem Jahr sehr gerne, um an meinen Seminararbeiten für das Studium zu arbeiten. Ich trinke auf dem Weg zur Stadtbücherei einen großen Kaffee, ziehe meine schwarze Fleece-Jacke an und stopfe mir einen kleinen Energydrink, Ohrstöpsel, Kugelschreiber, Textmarker, Haftnotizblätter in verschiedenen Farben, mein Handy, mein Portemonnaie und den roten Kalender in die Taschen. Super ausgebeult landet noch mein Papierstapel in meinen Händen, meistens rund 200 Seiten Ausdrucke, und natürlich loses Papier für Ausdrucke. So ausgestattet habe ich an einem Tag innerhalb von sechs Stunden 25 Seiten runtergeschrieben. Sie fördern wirklich die eigene Produktivität, diese Lerninseln.

Nach dem Betreten der Bücherei stellt sich schnell die Frage: Wohin mit mir, meiner Motivation und all dem Zeug? Im Erdgeschoss hausen die blätternden Zeitungsleser, die Hörbuch- und CD-Klapper-Sucher und kleine Menschen, die ihrer Bilderbuchsucht nachgehen. Ab und an verirren sich auch Jugendliche in ihrer Ecke für Jugendbücher. Hier herrscht zuviel Trubel, zuviel Hektik, also ab in den ersten Stock.

Belletristik, historische Romane und Reiseliteratur in der einen Ecke, Geschichte, Regionalia, Biografien und Schulbücher in der Mitte, Fachbücher auf der anderen Seite. Ich verziehe mich immer zu den Lerninseln, die zwischen den Schulbüchern und den Fachbüchern stehen, aber auch hier ist die Wahl der richtigen Ecke essentiell für den Lernerfolg. Ganz schlecht ist der luxuriöse Einzelsitzplatz direkt am Fenster: Die Aussicht ist schön, allerdings stehen die Pädagogikbücher direkt am Tisch, die das Licht für Motten-Mütter mit tobenden Kindern ist und sie magisch anziehen. Das ist gar kein guter Platz zum Lernen, ebenso wenig der andere Einzelsitzplatz bei den BWL- und Jurabüchern. Diese Zielgruppe braucht Stunden, um sich ein Buch auszusuchen, blättert nervös jedes durch, läuft unruhig hin und her, als würden sie sich in ihrer legeren, schlipslosen Freizeitkleidung unwohl fühlen. Und so lande ich immer wieder an meinem Lieblingssitzplatz, der wahrscheinlich nur zu Beginn oder Endes des Schuljahres motiviert und verschreckt kurz aufgesucht wird: Die Mathebücher. Hinter meinem großen Lerntisch kann ich mich ganz gut verstecken, wenn wieder mal das Telefon der Büchereiangestellten klingelt, um heimlich unter dem Tisch einen Schluck trinken, denn das ist hier nicht erlaubt. Böses Ich, aber sind ja keine bedeutenden Bücher in der Nähe. In der Klassiker-Abteilung sähe das ganz anders aus.

Mittwoch, 21. September 2011

Deutscher Buchpreis 2011 – Eindrücke in Stichworten

Was können sie nun, unsere Shortlist-Kandidaten? Worum geht es in ihren nominierten Büchern? Wie ist der Stil? Die Umsetzung der Idee? Diese und viele andere Frage habe ich mir selbst beantwortet, nachdem ich mir die Leseproben durchgelesen habe. Hier liste ich nun meine Eindrücke auf.

Jan Brandt: Gegen die Welt (DuMont, August 2011)
928 Seiten. Wenn die Englischlehrerin Frau Zuhl sich erholen möchte, fährt sie weg aus dem Provinznest in Ostfriesland und hinein in ihre Stadtwohnung bei Hannover. Daniel Kuper wächst in diesem kleinen Ort in Ostfrieslandder 70er Jahre auf. Eine Szene im Englischunterricht wird beschrieben, der Humor gefällt mir, die verschachtelten Sätze hingegen gehen nicht immer auf. Schlecht lektorierte Leseprobe? Jan Brandt ist Jahrgang 1974 und besuchte unter anderem die Deutsche Journalistenschule in München. Alles in allem geht es um Daniel, der von den Dorfbewohnern zu einem Außenseiter gemacht wird. Der Schnee im Sommer, die Kornkreise, die Hakenkreuze, an allem ist Daniel Schuld, und je mehr er sich gegen die Anschuldigungen sträubt, desto mehr verstrickt er sich. Ich werde in die Handlung hineingezogen und würde weiterlesen. Klingt nach einem interessanten Debütroman.

Michael Buselmeier: Wunsiedel (Das Wunderhorn, März 2011)
Ein Autor, der zum Theater wurde, jedoch Schriftsteller wurde und seinen Abschied von der Bühne literarisch verarbeitet hat. 158 Seiten, Michael Buselmeier ist Jahrgang 1938, der Roman spielt 1964. Die erste Szene der Leseprobe beschreibt mir wohlbekanntes: Ein Abschied am Bahnhof, Impressionen aus einer verschwimmenden Landschaft mit eingefrorenen Momentaufnahmen. Moritz Schoppe heißt die Hauptfigur, ein Student, der in einem Bummelzug nach Wunsiedel zu seinem ersten Engagement fährt. Selbstreflexion des Ich-Erzählers: Eigentlich fehlte es ihm an allem, vor allem an Souveränität. Zwischen den Zeilen springt mir ein gutmütiger Humor entgegen. Zehn Wochen erlebt Moritz Schoppe dort, die zum Fiasko werden und kehrt nach 44 Jahren nach Wunsiedel zurück. Wunderbar poetisch geschrieben, leider nicht mein Thema.

Angelika Klüssendorf: Das Mädchen (KiWi, August 2011)
Klüssendorf ist 1958 geboren worden und wuchs in Leipzig auf. Scham ist aufregender als Langeweile. Das denkt sich das zwölfjährige Mädchen, das mit ihrem sechsjährige Bruder Alex vollkommen sich selbst überlassen in der DDR aufwächst. Der Vater ist Alkoholiker und kaum zu Hause, die Mutter lässt ihre Wut an den Kindern aus. Zwischen all der Gewalt findet das Mädchen einen Weg heraus, selbst wenn alles schon verloren schien. Ihr Bruder kapselt sich ab, sie selbst spielt Stinktier und bewirft die Menschen auf der Straße mit Scheiße, zieht sich die Unterwäsche ihrer Mutter an und tanzt für die Arbeiter am Fenster. Die Sprache der Autorin ist sehr klar, trocken und direkt. Die Handlung fesselt mich sofort. In einer Rezension wurde die Vulgärsprache der Autorin kritisiert, in diesem Milieu ist sie allerdings passend und realistisch. Der Konflikt ist spannend aufgebaut und die Selbstfindungsphase des Mädchens würde ich gerne weiterlesen. 184 Seiten.

Sibylle Lewitscharoff: Blumenberg (Suhrkamp, September 2011)
Alte Rechtschreibung. Eines Tages findet der Philosoph Blumenberg einen Löwen in seinem Arbeitszimmer. Am Tag darauf streunt er durch seinen Vorlesungssaal an der Universität. Die erste Szene ist überaus skurril, vor allem wegen den Gedanken des Philosophen (Ich bin katholisch, du kannst mich ruhig fressen). Ich entdecke unbekannte, passende Wörter (Ruch und Ungeruch), die mir gefallen. Ist Blumenberg wirklich der letzte Philosoph, der den Löwen zu würdigen weiß? 220 Seiten hat der Feuilletonliebling geschrieben. Sie wurde 1954 geboren. Klingt so skurril und humorvoll, dass ich gerne weiterlesen würde. Vor allem würde ich gerne noch mehr über die Blumenbergianer erfahren, vier Studenten, die den Philosophen verehren. Ein Vorbild ist wohl der reale Philosoph Hans Blumenberg, doch der fiktive Blumenberg in Lewitscharoffs Roman wird nie beim Vornamen genannt.

Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichts (Rowohlt, September 2011)
1954 geboren, es ist sein erster Roman. Das Manuskript wurde mit dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet. 432 Seiten. Es ist drei Generationen, die in der DDR aufeinander treffen: Die Großeltern sind überzeugte Kommunisten, der Sohn mit seiner russischen Frau war einst im Arbeitslager nach Sibirien verschleppt worden und ihrem Sohn, dem es in der DDR zu eng wird. Der Titel des Romans spiegelt den Glauben der politischen Utopie wieder, die von Generation zu Generation in all den Jahrzehnten immer weiter abnimmt. Das klingt nun schlimmer und trockener, als sich die Leseprobe eigentlich liest. Es ist aus der Sicht von Alexander geschrieben, dem Jüngsten, mit einer herrlichen Naivität, in der trotzdem schon das Grauen des Staates hervorbricht. Die Dialoge, die Figuren, die bisherige Beschreibung lesen sich gut, die Sätze sind einfach gehalten und machen Spaß. Würde ich unheimlich gerne weiterlesen.

Marlene Streeruwitz: Die Schmerzmacherin. (S. Fischer, September 2011)
1950 geboren. Österreicherin. Abgebrochenes Jura-Studium und eine Vorliebe für kurze Sätze. Das Buch hat 400 Seiten. Die Hauptfigur ist Amy, die einem privaten Sicherheitsservice angehört. Sie will aussteigen und gerät in die Fänge einer brutalen Organisation. Unheimliche Elemente. Schöne Bilder zeichnen sich in der Leseprobe ab, aber es sind kurze Sätze. Großartige Stimmungsbilder in der Winterlandschaft. Um nicht außer Atem zu geraten, überfliege ich den Textauszug. Kurze Sätze, ich hasse sie. Das wäre das einzige Buch aus der Shortlist, was ich nicht weiterlesen würde. Und ich würde es mir bei einem Sieg auch nicht kaufen. Schade, denn eigentlich fand ich die Idee ganz spannend und das Cover ist unheimlich schön. Aber kurze Sätze, nein.

Montag, 19. September 2011

Das Island-ABC zur Frankfurter Buchmesse 2011 – I

Ein kleiner Überblick gefällig, was für Autoren das Land Island hat? Mit allen Neuveröffentlichungen in Deutschland? Das habe ich für dich hier zusammengetragen. Und wunder dich nicht, dass ich die Schriftsteller nach ihrem Vornamen geordnet habe. Das ist in Island wohl so üblich, da die Menschen nur selten Familiennamen haben. Weitere Informationen gibt es unter dieser Website.

Freitag, 16. September 2011

Rezension – Maggie Stiefvater: »Lamento. Im Bann der Feenkönigin«

Ich hab es mal mitgenommen: »Lamento. Im Bann der Feenkönigin« von Maggie Stiefvater. Eigentlich aus drei Gründen: Erstens fand ich das Buchcover interessant (wenn auch nicht originell), das ein verträumtes, rothaariges Mädchen mit grünen Augen zeigt. Zweitens, weil der Name der Autorin immer mal wieder durch die Blogosphäre geistert, und drittens, weil ich noch nie ein Buch gelesen habe, in denen Feen eine Hauptrolle spielen. Es sind drei sehr oberflächliche Gründe, die zusammen aber stark genug waren, um den Inhalt zu ignorieren. Denn hätte ich nur auf den Klappentext geachtet, hätte ich »Lamento« wirklich liegen gelassen. Wie ist es nun, mein erstes Buch mit Feen?

Mittwoch, 14. September 2011

Deutscher Buchpreis 2011 – Shortlist

Alle Hanser-Titel sind draußen, ebenso die Eichborn-Hoffnung Modick und ein Großteil der Titel aus den Independent-Verlagen. Kein Kurzeck-Favorit mehr, kein Matthes & Seitz-Buch, keine Schweizer Diogenes-Geschichte. Heute ist die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2011 veröffentlicht worden. Was sagst Du zu der Endauswahl?

Montag, 12. September 2011

Aus dem Alltag einer Buechereule – Neulich am Abholfach

Neulich in der Buchhandlung stehe ich in der Schlange vor dem Abholfach.
»Guten Tag, mein Buch steht dort in der zweiten Reihe ganz rechts. Es ist das erste.«
Hinter mir lacht ein Kunde auf: »Das haben Sie gesehen?!«
Ich zwinkerte zurück: »Das Buch ist so hässlich, das kann man gar nicht übersehen.«
Daraufhin schüttelte er nur ungläubig den Kopf. Ich bezahlte, stöberte und ging. Was war eigentlich passiert?

Das besagte Buch habe ich am Donnerstag bestellt, online bei meiner Lieblingsbuchhandlung. Es sollte eine zweisprachige Ausgabe von Oscar Wildes Dorian Gray sein. Nach langer Suche fand ich heraus, dass ich den Roman entweder auf Englisch und auf Deutsch bestellen oder auf eine zweisprachige Ausgabe aus dem Verlag Anaconda zurückgreifen musste. Eigentlich wollte ich von denen nie wieder ein Buch kaufen, denn meine Faust-Ausgabe war zum Weinen schlecht gesetzt und fehlerhaft. Ich drückte beide Augen zu und bestellte zähneknirschend die (günstige) Anaconda-Ausgabe. Vielleicht ist sie ja nicht ganz so schaurig (hoffentlich).

Am Samstag holte ich sie vormittags in meiner Buchhandlung ab. An der Abholtheke war ziemlich viel los und als nur noch zwei Leute vor mir standen, begann ich zu überlegen. Meine Bestellung lag schon länger als einen Tag zurück, also dürfte mein Buch nicht unten vor den Regalen griffbereit stehen, sondern müsste bereits in das Abholfach eingeordnet sein. Ich wusste, dass es dicker sein müsste (Anaconda hat dieses dicke, trockene Papier), zweifarbig mit einem billig aussehenden Design. Ein schnelles Überfliegen der Reihe genügte. Treffer, versenkt.