Dienstag, 10. Januar 2012
Filme mit Büchern – Das geheime Leben der Bücher
Was passiert eigentlich, wenn es im Buchladen still, geschlossen, nachts wird? Die Buchhandlung type books in Toronto macht es hier vor. Entstanden ist ein kleiner Film, hinter dem unheimlich viel Arbeit steckt. Viele helfende Hände rückten hier nächtelang Bücher umher, damit diese Bewegungen im Film entstehen konnten. Chapeau!
Donnerstag, 5. Januar 2012
Rückblick 2011 – Blog-Schokolade
Es wird Zeit, wenn auch ein wenig verspätet, für Blog-Schokolade. Das Jahr 2011 war leider nur wenig Buchmesselastig, weil ich dort einen Knochenjob zu absolvieren hatte. Das wird dieses Jahr hoffentlich anders, unter anderem, weil ich es vielleicht nach Leipzig schaffen werde. Relativ gut kamen hingegen meine Testberichte zu den E-Readern an – vielleicht ein Zeichen für die digitale Revolution der Buchbranche? Hier nun die Top 5 der beliebtesten Posts im Jahr 2011:
Platz 1: Buch-Challenge – »Back to Offline«
Platz 2: Adventskalender für Bücherfreunde
Platz 4: Buch- und Literaturblogs
Platz 5: Testbericht E-Reader – Sony PRS-T1
Mein Lieblingsposting im Jahr 2011 hingegen geht in eine völlig andere Richtung. In Von Darlings, Lebensabschnittsgefährten und Dealern: Warum manche Bücher mehrmals gelesen werden versuche ich das Phänomen zu erklären und die Bücher in verschiedene Kategorien zu unterteilen. Es ist eine Typologie, die mich das ganze Jahr über beim Lesen beschäftigt und begleitet hat. Außerdem lag mir natürlich mein erstes eigenes Video sehr am Herzen, ein Testbericht zum PocketBook Pro 912.
Ich wünsche Dir ein gutes Jahr 2012, voller Geschichten, glücklich machenden Büchern und überraschenden Handlungssträngen.
Dienstag, 3. Januar 2012
Rückblick 2011 – Meine Leseliste
51 Bücher habe ich im Jahr 2011 gelesen und damit schon mal meinen Vorsatz eingehalten, mehr lesen zu wollen als im Jahr 2010 (44 Bücher). Allerdings merkt man anhand der Titel, dass ich ziemlich unkontrolliert sehr viel Kinder- und vor allem Jugendliteratur verschlungen habe. Warum das denn plötzlich?
Was will ich nun, im Jahr 2012? Ich möchte mich ein wenig entfernen, vor allem von den Feen, Magiern, Zombies und ja, auch ein wenig von den Vampiren. Ich möchte wieder eintauchen in die Welt der anspruchsvolleren Literatur, auch wenn es deswegen zum Schluss ein paar Bücher weniger in der Bilanz werden.
»Die Flammende« (Kristin Cashore)
»Vampire Academy 2: Blaues Blut« (Richelle Mead)
»Vampire Academy 1: Blutsschwestern« (Richelle Mead)
»Totes Meer« (Brian Keene)
»Die Rebellion der Maddie Freeman« (Katie Kacvinsky)
»Gregs Tagebuch 6: Keine Panik!« (Jeff Kinney)
»Gregs Tagebuch 5: Geht's noch?« (Jeff Kinney)
»Gregs Tagebuch 4: Ich war's nicht!« (Jeff Kinney)
»Black Dagger. Mondschwur« (J.R.Ward)
»Black Dagger. Vampirseele« (J.R.Ward)
»Fast genial« (Benedict Wells)
»Das Labyrinth der Träumenden Bücher« (Walter Moers)
»0.4 - Eine perfekte neue Welt« (Mike Lancaster)
»Das Blut von Brooklyn« (Charlie Huston)
»Blutrausch« (Charlie Huston)
»Die Erben von Sevenwaters« (Juliet Marillier)
»Die Beschenkte« (Kristin Cashore)
»Das Bildnis des Dorian Gray / The Picture of Dorian Gray« (Oscar Wilde)
»Kismet Knight. Vampire lieben länger« (Lynda Hilburn)
»House of Night. Gezeichnet« (P.C.Cast/Kristin Cast)
»Stadt aus Blut« (Charlie Huston)
»Kismet Knight. Vampirpsychologin« (Lynda Hilburn)
»Lamento. Im Bann der Feenkönigin« (Maggie Stiefvater)
»Vorübergehend tot« (Charlaine Harris)
»Anna Karenina« (Leo N. Tolstoj)
»Chroniken der Weltensucher. Der gläserne Fluch« (Thomas Thiemeyer)
»Familie Pompadauz. Eine unfassbar fiese Falle« (Franziska Gehm)
»Das Albtraumreich des Edward Moon« (Jonathan Barnes)
»30 Minuten für effektives Suchmaschinenmarketing« (Cornelia Klem/Sibylle Klem)
»Blogs, Video & Online-Journalismus« (Moritz "mo." Sauer)
»Fotografie für Journalisten« (Kay-Christian Heine)
»Verlagswirtschaft« (Wulf D. v. Lucius)
»Sonea. Die Hüterin« (Trudi Canavan)
»Amphitryon« (Heinrich von Kleist)
»Das Tal. Das Spiel« (Krystyna Kuhn)
»Marina« (Carlos Ruiz Zafón)
»The Comedy of Errors« (William Shakespeare)
»Ruhm« (Daniel Kehlmann)
»Krieg. Stell dir vor, er wäre hier« (Janne Teller)
»Zwischen neun und neun« (Leo Perutz)
»2666« (Roberto Bolano)
»Der Mitternachtspalast« (Carlos Ruiz Zafón)
»Magie« (Trudi Canavan)
»Letterland« (Trommer/Akdenizli)
»Die drei ??? - High Strung. Unter Hochspannung«
»Die drei ??? - House of Horror. Haus der Angst«
»Die drei ??? - Brainwash. Gefangene Gedanken«
»Oksa Pollock. Die Unverhoffte« (Plichota/Wolf)
»Nanettes Gedächtnis« (Friedmar Apel)
»Lolita« (Vladimir Nabokov)
»The Turn of the Screw« (Henry James)
Zum einen, weil ich mit meinem Studium so weit bin, dass ich nur noch sehr wenig Seminare besuchen muss. Also hatte ich mehr Zeit für anspruchslose Literatur. Außerdem habe ich meinen Bücherei-Ausweis erneuert und die Jugend-Bestseller der letzten zwei, drei Jahre waren sehr präsent ausgelegt, inklusive vieler Pseudo-Bestseller mit Biss.
Die Folge daraus? Es war insgesamt ein recht überschaubares Lesejahr ohne echte Schätze und Neuentdeckungen. Natürlich war Nabokov mit seinem Roman »Lolita« überaus genial, vor allem aus der Perspektive eines unzuverlässigen Erzählers betrachtet. Ebenso »Zwischen neun und neun« von Leo Perutz. Aber sonst? Eine breite Masse von Büchern, die schnell weggelesen werden konnten, machte den Großteil meines Lesejahres aus. Darunter viel Durchschnitt und leider auch viele Flops.
Ich kann mich gar nicht entscheiden, was schlimmer war: »Das Albtraumreich des Edward Moon« von Jonathan Barnes oder »House of Night. Gezeichnet« von P.C. und Kristin Cast. Zu beiden habe ich ziemlich ausführliche Verrisse geschrieben. Mit der Zeit schnappte ich mir gerne diese Pseudo-Bestseller, um sie im Fokus der Verkaufszahlen mit der inhaltlichen Qualität zu konfrontieren. Ein wahrhafter Genuss!
Am meisten enttäuscht hat mich der Autor Carlos Ruiz Zafón, am meisten überrascht die Fantasy-Autorin Kristin Cashore. Interessant war auch, dass ich viele Reihen angefangen und weitergelesen habe, die qualitativ ziemlich abgebaut haben. Eine wunderbare Ausnahme war das Abenteuer-Spielbuch »Die drei ??? - House of Horror. Haus der Angst«. Auch ungewöhnlich: Ich wandte mich fast komplett von den Kriminalromanen ab und hin zur Zombieliteratur, ein für mich ganz neues Genre.
Was will ich nun, im Jahr 2012? Ich möchte mich ein wenig entfernen, vor allem von den Feen, Magiern, Zombies und ja, auch ein wenig von den Vampiren. Ich möchte wieder eintauchen in die Welt der anspruchsvolleren Literatur, auch wenn es deswegen zum Schluss ein paar Bücher weniger in der Bilanz werden.
»Die Flammende« (Kristin Cashore)
»Vampire Academy 2: Blaues Blut« (Richelle Mead)
»Vampire Academy 1: Blutsschwestern« (Richelle Mead)
»Totes Meer« (Brian Keene)
»Die Rebellion der Maddie Freeman« (Katie Kacvinsky)
»Gregs Tagebuch 6: Keine Panik!« (Jeff Kinney)
»Gregs Tagebuch 5: Geht's noch?« (Jeff Kinney)
»Gregs Tagebuch 4: Ich war's nicht!« (Jeff Kinney)
»Black Dagger. Mondschwur« (J.R.Ward)
»Black Dagger. Vampirseele« (J.R.Ward)
»Fast genial« (Benedict Wells)
»Das Labyrinth der Träumenden Bücher« (Walter Moers)
»0.4 - Eine perfekte neue Welt« (Mike Lancaster)
»Das Blut von Brooklyn« (Charlie Huston)
»Blutrausch« (Charlie Huston)
»Die Erben von Sevenwaters« (Juliet Marillier)
»Die Beschenkte« (Kristin Cashore)
»Das Bildnis des Dorian Gray / The Picture of Dorian Gray« (Oscar Wilde)
»Kismet Knight. Vampire lieben länger« (Lynda Hilburn)
»House of Night. Gezeichnet« (P.C.Cast/Kristin Cast)
»Stadt aus Blut« (Charlie Huston)
»Kismet Knight. Vampirpsychologin« (Lynda Hilburn)
»Lamento. Im Bann der Feenkönigin« (Maggie Stiefvater)
»Vorübergehend tot« (Charlaine Harris)
»Anna Karenina« (Leo N. Tolstoj)
»Chroniken der Weltensucher. Der gläserne Fluch« (Thomas Thiemeyer)
»Familie Pompadauz. Eine unfassbar fiese Falle« (Franziska Gehm)
»Das Albtraumreich des Edward Moon« (Jonathan Barnes)
»30 Minuten für effektives Suchmaschinenmarketing« (Cornelia Klem/Sibylle Klem)
»Blogs, Video & Online-Journalismus« (Moritz "mo." Sauer)
»Fotografie für Journalisten« (Kay-Christian Heine)
»Verlagswirtschaft« (Wulf D. v. Lucius)
»Sonea. Die Hüterin« (Trudi Canavan)
»Amphitryon« (Heinrich von Kleist)
»Das Tal. Das Spiel« (Krystyna Kuhn)
»Marina« (Carlos Ruiz Zafón)
»The Comedy of Errors« (William Shakespeare)
»Ruhm« (Daniel Kehlmann)
»Krieg. Stell dir vor, er wäre hier« (Janne Teller)
»Zwischen neun und neun« (Leo Perutz)
»2666« (Roberto Bolano)
»Der Mitternachtspalast« (Carlos Ruiz Zafón)
»Magie« (Trudi Canavan)
»Letterland« (Trommer/Akdenizli)
»Die drei ??? - High Strung. Unter Hochspannung«
»Die drei ??? - House of Horror. Haus der Angst«
»Die drei ??? - Brainwash. Gefangene Gedanken«
»Oksa Pollock. Die Unverhoffte« (Plichota/Wolf)
»Nanettes Gedächtnis« (Friedmar Apel)
»Lolita« (Vladimir Nabokov)
»The Turn of the Screw« (Henry James)
Freitag, 30. Dezember 2011
Testbericht E-Reader – PocketBook Pro 912 (Teil II)
In diesem Posting haben Wortschatz und ich einen kleinen Testbericht über den neuen E-Reader Pro 912 von PocketBook geschrieben. Nun hat sich mein Schwager P. den Reader tatsächlich bestellt, und er kam pünktlich am Weihnachtstag an. Genug Zeit, um ihn für ein paar Stunden ausgiebig zu testen (Dankeschön!). Das Ergebnis habe ich auf Video festgehalten, sodass ein guter Eindruck entsteht, wie die Geschwindigkeit und die Qualität so ist und was für Funktionen es gibt. Leider ist es mein erstes Video auf Youtube, weshalb ich noch am Knobeln wegen der richtigen Größe bin. Ächem.
Ob P. ihn letztendlich behalten wird? Ich werde berichten. Spannend ist der PocketBook Pro 912 auf alle Fälle.
Samstag, 24. Dezember 2011
Adventskalender 2011 – 24. Dezember
Die Typografie
In jedem Buch wurde sie verwendet, mal mehr, mal weniger. Durch die Auswahl der verschiedenen Schriften, durch die Platzierung der Pagina, durch den Einsatz von Linien und Bildern, durch die Auswahl von Papier oder der Farbe des Einbands, durch das Spiel mit der Gestaltung: die Typografie.
Sie bezieht sich sowohl auf die gedruckten Bücher als auch auf die elektronischen Medien. Die gestalterischen Merkmale unterteilt man in die Mikro- und die Makrotypografie. Die Mikrotypografie wird auch Detailtypografie genannt und widmet sich den Kleinigkeiten: Wird eine Schrift mit oder ohne Serifen ausgewählt? In der Makrotypografie widmet sich der Setzer den groben Gestaltungsmerkmalen: Papierformat, Platzierung von Objekten wie Bilder, Schriftauszeichnungen.
Im Idealfall verdeutlicht die Typografie, was das Medium ausdrücken will, kombiniert sein Inhalt und seine Aussageabsicht und drückt diese visuell aus. Auch die Lesbarkeit ist ein wichtiges Thema.
Mit dem letzten Türchen wünsche ich Dir ein wunderschönes Weihnachtsfest und erholsame, buchgesegnete Feiertage.
Freitag, 23. Dezember 2011
Adventskalender 2011 – 23. Dezember
Die Kapitelüberschrift
Eigentlich bedarf dieses Türchen keine Erklärung. Eine Kapitelüberschrift trennt den Fließtext in verschiedene Abschnitte – nicht nur allein von der Formatierung, sondern auch inhaltlich. Das Wort Kapitel stammt übrigens aus dem Lateinischen (capitulum) und bedeutet übersetzt Köpfchen. Ich blättere selbst gerne in Büchern herum, um mir mit Hilfe der Kapitelüberschriften einen Überblick über das Layout zu verschaffen. Und nebenbei bemerkt: Erkennst du, welches Buch oben abgebildet ist? (-:
Donnerstag, 22. Dezember 2011
Bibliophiles – Skulpturen aus Papier
Ich komme immer noch nicht aus dem Staunen heraus: Im März 2011 fand man in der Scottish Poetry Library in Edinburgh eine Skulptur aus Papier, und seitdem häufen sich die Funde. Wer verschickt sie? Und warum? Auf alle Fälle bin ich total verzaubert. Und auch wenn mir meine Bücher heilig sind und ich zu den Lesern gehöre, die extrem vorsichtig mit ihnen umgehen ... Ein Selbstversuch würde mich nun doch reizen. Ich würde entweder eine Szene aus Ronja Räubertochter nachstellen oder die Buchhaimer Katakomben.
Adventskalender 2011 – 22. Dezember
Die Serifen- und Grotesk-Schriften
Was ist nun eine Schrift mit Serifen? Oder eine Grotesk-Schrift? Wer gerade ein wenig aufgepasst hat, weiß die Lösung vielleicht sogar schon. Die nächsten Zeilen sind in der Schrift Times New Roman geschrieben – es ist die bekannteste Schrift mit Serifen. Serifen sind die Linien, die den Buchstabenstrich abschließen. Verläuft der Strich senkrecht (I), dann schließen die Serifen waagerecht an den Enden oben und unten ab (I). Es gibt verschiedene Stärken und Rundungen, die eine Serife haben kann. An ihnen kann sogar die Schrift einer bestimmten Klassifikation zugeordnet werden. Serifen-Schriften sollen die Leserlichkeit eines Textes verbessern, sodass sie gerne beispielsweise bei belletristischen Titeln verwendet werden.
Anders sieht es dagegen bei der Grotesk-Schrift aus. Zu den bekanntesten Schriften gehören die Arial oder die hier verwendete Helvetica. Grotesk-Schriften haben keine Serifen (deshalb werden sie auch als Sans Serif bezeichnet), und ihre Strichstärke ist sehr ebenmäßig. Sie entstanden im 19. Jahrhundert, abgeleitet aus der Antiqua, und aus dieser Zeit stammt auch die Bezeichnung Grotesk: Für die Menschen damals war die neue, serifenlose Schrift irgendwie sonderbar und entsprach nicht ihren Lesegewohnheiten. Heute wird die Serifenlose gerne in Fachbüchern verwendet, aber auch besonders gerne im Web: Wird der Text am Bildschirm immer kleiner, verringert sich die Lesbarkeit bei Schriften mit Serifen.
Mittwoch, 21. Dezember 2011
Adventskalender 2011 – 21. Dezember
Das Kapitälchen
Nachdem MAJUSKEL und minuskel die Themen der letzten beiden Tage waren, steht heute das Kapitälchen im Fokus. Auch Kapitälchen sind Großbuchstaben, deren Höhe sich allerdings nicht anhand der der Versalien orientiert, sondern an der Normalhöhe der Kleinbuchstaben. Auch der Duktus und der Grauwert der Kapitälchen orientiert sich an den Kleinbuchstaben. So entsteht eine Auszeichnungsart, die im Text optisch sehr unauffällig ist. Ein Graus für jeden Setzer sind falsche Kapitälchen, die sich zwischen der Normal- und der Versalhöhe bewegen. Bei falschen Kapitälchen werden die Versalbuchstaben skaliert, was zu entweder viel zu großen oder zu hellen Buchstaben führt.
Dienstag, 20. Dezember 2011
Adventskalender 2011 – 20. Dezember
Die Minuskel
GESTERN WAR DIE MAJUSKEL HINTER DEM 19. TÜRCHEN VERSTECKT. kommen wir heute zu ihrem gegenstück: die minuskel. minuskel werden auch gemeine genannt und sind kleinbuchstaben. woher kommt letztendlich die bezeichnung? im lateinischen bedeutet minusculus übersetzt soviel wie eher klein.
Montag, 19. Dezember 2011
Adventskalender 2011 – 19. Dezember
Die Majuskel
Die Majuskel wird gegenwärtig synonym zu der Bezeichnung Versalien gebraucht und bezeichnet in der Typografie die GROSSBUCHSTABEN. Schriften, die nur aus Großbuchstaben bestehen, heißen deshalb Majuskel- oder Kapitalschriften. Ist mitten in einem Wort ein GroßBuchstabe enthalten, so spricht man von einer BinnenMajuskel. Majuskelschriften werden gerne als AUSZEICHNUNGSART für Buchstaben verwendet.
Sonntag, 18. Dezember 2011
Adventskalender 2011 – 18. Dezember
Die Marginalie
Marginalien sind kleine Notizen, Anmerkungen, Zusammenfassungen, Kommentare am Seitenrand, die handschriftlich oder gedruckt sein können. Marginalien bieten wertvolle Hinweise darauf, wie die Texte früher rezipiert worden sind. Ab und an finden sich auch reine Schreibübungen am Seitenrand wieder. In heutigen Fachbüchern fassen Marginalien oft einen thematisch begrenzten Absatz in wenigen Worten zusammen und dienen dem Überblick. Manche dieser Anmerkungen tauchen im Inhaltsverzeichnis wieder. Neben diesen nützlichen Marginalien gibt es auch unnütze Kritzeleien, die beispielsweise hin und wieder in Büchern aus der Bibliothek auftauchen und als Sachbeschädigung gelten.
Samstag, 17. Dezember 2011
Adventskalender 2011 – 17. Dezember
Die Fußnote
Hinter dem heutigen Türchen verbergen sich die Fußnoten. Gibt es zu diesem allgemein sehr bekannten Begriff überhaupt etwas zu sagen? Aber sicher doch, überraschenderweise sehr viel. Es wird vermutet, dass Fußnoten sich aus den Marginalien entwickelt haben – also kleinen Randnotizen. Gegenwärtig ist die Verwendung von Fußnoten durch die DIN 5008 geregelt: Sie besagt, dass alle Fußnoten mit einer Anmerkungsziffer im Fließtext verbunden sein müssen. Oder dass sie auf derselben Seite stehen müssen wie der Grundtext. Außerdem muss mindestens eine Leerzeile oder ein Fußnotenstrich als Trennung zwischen dem normalen Text und den Fußnoten stehen. Fußnoten sorgen dafür, dass die Anmerkungen und Quellennachweise den Lesefluss im Fließtext nicht stören und sehen optisch aufgeräumter aus. Alle Fußnoten zusammengenommen werden Anmerkungs- oder Fußnotenapparat genannt. Und es gibt sogar einen Unterschied zwischen Fußnoten und Endnoten: Letztere stehen nicht auf derselben Seite wie die dazugehörigen Anmerkungsziffern, sondern befinden sich gesammelt beispielsweise am Ende des Kapitels oder des Buchs.
Freitag, 16. Dezember 2011
Adventskalender 2011 – 16. Dezember
Der lebende und der tote Kolumnentitel
Heute geht es um die lebenden und toten Bestandteile einer Buchseite. Klingt zunächst abschreckend, ist aber eigentlich sehr harmlos. Eine Seite heißt in der Fachsprache der Buchsetzer Kolumne und jede Seite kann deshalb einen Kolumnentitel haben. Man unterscheidet zwischen lebenden und toten Kolumnentitel.
In Deutschland haben die meisten Belletristiktitel nur tote Kolumnentitel: Sie bestehen nur aus der Seitenzahl, der Pagina, die deshalb auch Kolumnenziffer genannt wird. Sie kann überall auf einer Seite platziert sein. In den meisten Fachbüchern gibt es neben der Seitenzahl oft weitere Angaben, die dann lebende Kolumnentitel genannt werden. Dazu gehören neben der Seitenzahl beispielsweise die Bezeichnung, zu welchem Kapitel die Seite gehört, wie es heißt und wie der Untertitel ist.
Donnerstag, 15. Dezember 2011
Adventskalender 2011 – 15. Dezember
Die Pagina
Mit der Bezeichnung Pagina können viele bestimmt erst einmal nicht sehr viel anfangen. Sie wird auch Kolumnenziffer genannt, was uns der Sache schon etwas näher bringt, denn hinter der Pagina versteckt sich die Seitenzahl eines Buches. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt Seite. Die Seitenzahl sorgt dafür, dass jede Seite eines Buches einer fortlaufenden Zahl zugeordnet ist. Dadurch können bestimmte Seiten einfach und schnell herausgesucht und aus den Büchern zitiert werden. Die Pagina hat keinen festgeschriebenen Platz auf einer Buchseite und kann oben oder unten, links oder rechts an den Stegen platziert sein.
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