Nachdem man statt fünfeinhalb sogar siebeneinhalb Stunden mit der Bahn von München nach Leipzig unterwegs gewesen ist und sich in Auerbachs Keller sattgegessen hat, macht jeder vernünftige Mensch was? Genau, sich auf die nächste Buchmesse-Party verkrümeln.
Meine Kollegin N. und ich begutachteten unsere wunderschöne Wohnung, verstauten schnell die Koffer und Reisetaschen, hübschten uns kurz auf und verschwanden zur ersten Party in der Nähe, zu der wir Einladungen hatten. Zumindest fast alle. Alles zu Fuß, denn unsere Wohnung lag direkt in der Nähe der Innenstadt. Und alle Partys fanden in der Innenstadt statt, so auch die vom Aufbau Verlag.
Der Veranstaltungsort war schick, rustikal und ein wenig eng. Große Räume, Spiegel, Glastüren, grüne Holzwände mit Bücherregalen voller alter Wälzer, Kronleuchtern, Blumenlampen und einem romantischen Wandbild. Erst der Wildschweinbraten, dann diese ländliche Romantik – ich fühlte mich, als hätte ich Bayern nicht verlassen. Es gab Suppe und Tische zum Sitzen. Da die Party allerdings hoffnungslos überfüllt war, entwickelte sich rasch eine Stehplatzromantik zwischen Aufbau-Werbeplakaten und einem überteuert aussehenden Leseexemplar mit Leseproben verschiedener Spitzentitel, als Hardcover gebunden. Dann der erste Schock: Statt Cola gab es nur Cola Light! Sünde! Verdammnis! Die Party war für mich gelaufen. Wir hielten einige nette Schwätzchen, ich traf einen lieben Kollegen von einem Kinderbuch-Verlag (hallo M.!) und machte einige Fotos, die mir immer noch gut gefallen.
Mein Fazit der ersten Messe-Party des Jahres? Süßer-schnuckliger-romantischer Ort, ungemütlich eng, keine Cola. Kurz vor Mitternacht düsten wir weiter zur nächsten Party, angeblich DER Szene-Feier des Abends. Praktischerweise fast direkt um die Ecke gelegen, vorbei an einer mit protzigen goldenen Engeln vergoldeten Fassade irgendeiner Bank, die ihre besten Zeiten schon hinter sich gebracht hatte.
Freitag, 30. März 2012
Mittwoch, 28. März 2012
Leipziger Buchmesse 2012 – Die Kunst des Reisens
Es war einmal ein wunderbarer Arbeitstag. Er begann frühmorgens mit Rest-Koffer-Packen, setzte sich fort in Reisetasche-zur-Arbeit-schleppen und einem wundervollen Honigmelonen-Frühstück, bevor es wieder zum Schleppen ging und im Münchner Hauptbahnhof vor einem ICE endete.
Da saß ich nun, hatte es geschafft, meinen Platz zu finden (war gar nicht weit weg), hatte sogar einen Tisch für mich allein, mein unbekannter Nachbar sollte erst in Nürnberg zusteigen und keine gestörten Menschen saßen in der Nähe. Der Akku meines E-Readers war randvoll, der Laptop zum Nachladen stand für den Notfall bereit und ich verspeiste mein erstes Brot, als sich auf dem Weg zur Leipziger Buchmesse das erste Drama ereignete.
Bahn und Drama – das gehört einfach zusammen. Schräg vor mir saß ein älteres Ehepaar, um die siebzig Jahre alt, und waren sogar noch früher als ich im Zug gewesen. Vor ihnen standen zwei junge Frauen, die mit ihren Fahrscheinen wedelten. Zweifelsohne saß das Ehepaar auf ihren Plätzen. Das Ehepaar hingegen holte ebenfalls die Tickets hervor und wendelten genauso heftig: Ganz klar, beide Parteien hatten die gleichen Sitznummern für sich reserviert. Nur ... das Ehepaar hätte eine Woche früher fahren müssen. Bleiche Gesichter, Quittungen werden hervorgekramt, aufgeregt weitergewedelt. Ganz klar, auf der Quittung der Alten ist das heutige Datum verbucht. Die Lösung der Geschichte ist interessant: Das Ehepaar hat die Fahrkarten beim Schalter gekauft und auf das richtige Datum gebucht, nur leider wurde ihnen das falsche Datum ausgedruckt. Aber kein Problem, denn als ehemalige Bahnmitarbeiter konnten die beiden Alten gut mit dem Schaffner umspringen und fuhren schließlich im selben Abteil weiter hinten mit. Schließlich haben sie für die Tickets bezahlt.
Interessant wurde die Fahrt dann, als ich meine Mitreisende kennenlernte. Sie stieg in Nürnberg zu und kam aus Aschaffenburg, um von hier die schnellste Verbindung nach Jena zu erwischen. Nein, das klappte an diesem Tag nicht, denn irgendwo auf dem Weg nach Erlangen ist irgendeine Autobahnbrücke beschädigt wurden. Es gab eine Umleitung über eine Nahverkehrsstrecke nach Würzburg, Erlangen wurde ausgelassen und der Umweg nach Bamberg dauerte zwei Stunden. Meine Nachbarin ist letztendlich im Kreis gefahren ... und ich kam mit zwei Stunden Verspätung in Leipzig an.
Das Mitarbeiteressen entschädigte jedoch alles (sogar die bescheidene Lektüre in der Bahn): Im alten Auerbachskeller gab es Wildschweinbraten, Knödel und Rotkraut mit Salat. Und irgendwann betrat ein Mephisto die Bühne und kurz danach ein männliches Gretchen und sprachen merkwürdige Dinge. Es war Donnerstag Abend, und ich war in Leipzig. Zum ersten Mal.
Da saß ich nun, hatte es geschafft, meinen Platz zu finden (war gar nicht weit weg), hatte sogar einen Tisch für mich allein, mein unbekannter Nachbar sollte erst in Nürnberg zusteigen und keine gestörten Menschen saßen in der Nähe. Der Akku meines E-Readers war randvoll, der Laptop zum Nachladen stand für den Notfall bereit und ich verspeiste mein erstes Brot, als sich auf dem Weg zur Leipziger Buchmesse das erste Drama ereignete.
Bahn und Drama – das gehört einfach zusammen. Schräg vor mir saß ein älteres Ehepaar, um die siebzig Jahre alt, und waren sogar noch früher als ich im Zug gewesen. Vor ihnen standen zwei junge Frauen, die mit ihren Fahrscheinen wedelten. Zweifelsohne saß das Ehepaar auf ihren Plätzen. Das Ehepaar hingegen holte ebenfalls die Tickets hervor und wendelten genauso heftig: Ganz klar, beide Parteien hatten die gleichen Sitznummern für sich reserviert. Nur ... das Ehepaar hätte eine Woche früher fahren müssen. Bleiche Gesichter, Quittungen werden hervorgekramt, aufgeregt weitergewedelt. Ganz klar, auf der Quittung der Alten ist das heutige Datum verbucht. Die Lösung der Geschichte ist interessant: Das Ehepaar hat die Fahrkarten beim Schalter gekauft und auf das richtige Datum gebucht, nur leider wurde ihnen das falsche Datum ausgedruckt. Aber kein Problem, denn als ehemalige Bahnmitarbeiter konnten die beiden Alten gut mit dem Schaffner umspringen und fuhren schließlich im selben Abteil weiter hinten mit. Schließlich haben sie für die Tickets bezahlt.
Interessant wurde die Fahrt dann, als ich meine Mitreisende kennenlernte. Sie stieg in Nürnberg zu und kam aus Aschaffenburg, um von hier die schnellste Verbindung nach Jena zu erwischen. Nein, das klappte an diesem Tag nicht, denn irgendwo auf dem Weg nach Erlangen ist irgendeine Autobahnbrücke beschädigt wurden. Es gab eine Umleitung über eine Nahverkehrsstrecke nach Würzburg, Erlangen wurde ausgelassen und der Umweg nach Bamberg dauerte zwei Stunden. Meine Nachbarin ist letztendlich im Kreis gefahren ... und ich kam mit zwei Stunden Verspätung in Leipzig an.
Das Mitarbeiteressen entschädigte jedoch alles (sogar die bescheidene Lektüre in der Bahn): Im alten Auerbachskeller gab es Wildschweinbraten, Knödel und Rotkraut mit Salat. Und irgendwann betrat ein Mephisto die Bühne und kurz danach ein männliches Gretchen und sprachen merkwürdige Dinge. Es war Donnerstag Abend, und ich war in Leipzig. Zum ersten Mal.
Mittwoch, 14. März 2012
Leipziger Buchmesse 2012: Luxus-Karte
Leipziger Buchmesse. Für mich bislang immer ein Mythos. Als Frankfurterin gab es für mich bislang (ja, das klingt nicht nur ignorant) nur eine Buchmesse. Sechs Jahre lang. Und gerade in diesem Jahr, in dem es mich noch tiefer und weiter weg ans Ende der Welt nach München verschlagen hat, zieht es mich zielsicher in dieses fremde Territorium: Leipzig.
Und obwohl ich bislang immer tolle Ich-muss-mich-nicht-anstellen-Ausstellerkarten hatte (inklusive dem Aufbau-Tag, dem generell schönsten Tag), war ich noch nie ein Special Visitor mit allen erfüllten Extra-Wünschen gewesen. Nicht zu sehen ist noch meine exklusive Eintrittskarte für das Congress Center. Leipzig schmeichelt mir, bereits schon jetzt. Vielleicht wird es ja doch etwas mit uns, mit dir und mit mir.
Und obwohl ich bislang immer tolle Ich-muss-mich-nicht-anstellen-Ausstellerkarten hatte (inklusive dem Aufbau-Tag, dem generell schönsten Tag), war ich noch nie ein Special Visitor mit allen erfüllten Extra-Wünschen gewesen. Nicht zu sehen ist noch meine exklusive Eintrittskarte für das Congress Center. Leipzig schmeichelt mir, bereits schon jetzt. Vielleicht wird es ja doch etwas mit uns, mit dir und mit mir.
Montag, 27. Februar 2012
Aus dem Alltag einer Buechereule – Momentaufnahmen
Goldener, warmer Herbst in München. Es föhnte.
52. Münchner Bücherschau
Frühmorgendlicher Blick aus unserem Fenster.
Arbeitsplatz. Oder: Wie man Bildschirme auf die passende Höhe bringt.
Weihnachtsbäckerei (I) mit Kürbis-, Sonnenblumen- und Pinienkernen
Am Stachus
Kein Durchkommen: Marienplatz mit Weihnachtsmarkt
Frauenkirchen
Weihnachtsbäckerei (II) Lebkuchen-Tarsius
Salzburg bei Nacht
Weihnachtsmarkt auf der Festung Hohensalzburg
Salzburger Dom
Salzburg
Salzburger Dom
Erster richtiger Schnee in München: Im Februar
Eule auf dem alten Peter
Dienstag, 10. Januar 2012
Filme mit Büchern – Das geheime Leben der Bücher
Was passiert eigentlich, wenn es im Buchladen still, geschlossen, nachts wird? Die Buchhandlung type books in Toronto macht es hier vor. Entstanden ist ein kleiner Film, hinter dem unheimlich viel Arbeit steckt. Viele helfende Hände rückten hier nächtelang Bücher umher, damit diese Bewegungen im Film entstehen konnten. Chapeau!
Donnerstag, 5. Januar 2012
Rückblick 2011 – Blog-Schokolade
Es wird Zeit, wenn auch ein wenig verspätet, für Blog-Schokolade. Das Jahr 2011 war leider nur wenig Buchmesselastig, weil ich dort einen Knochenjob zu absolvieren hatte. Das wird dieses Jahr hoffentlich anders, unter anderem, weil ich es vielleicht nach Leipzig schaffen werde. Relativ gut kamen hingegen meine Testberichte zu den E-Readern an – vielleicht ein Zeichen für die digitale Revolution der Buchbranche? Hier nun die Top 5 der beliebtesten Posts im Jahr 2011:
Platz 1: Buch-Challenge – »Back to Offline«
Platz 2: Adventskalender für Bücherfreunde
Platz 4: Buch- und Literaturblogs
Platz 5: Testbericht E-Reader – Sony PRS-T1
Mein Lieblingsposting im Jahr 2011 hingegen geht in eine völlig andere Richtung. In Von Darlings, Lebensabschnittsgefährten und Dealern: Warum manche Bücher mehrmals gelesen werden versuche ich das Phänomen zu erklären und die Bücher in verschiedene Kategorien zu unterteilen. Es ist eine Typologie, die mich das ganze Jahr über beim Lesen beschäftigt und begleitet hat. Außerdem lag mir natürlich mein erstes eigenes Video sehr am Herzen, ein Testbericht zum PocketBook Pro 912.
Ich wünsche Dir ein gutes Jahr 2012, voller Geschichten, glücklich machenden Büchern und überraschenden Handlungssträngen.
Dienstag, 3. Januar 2012
Rückblick 2011 – Meine Leseliste
51 Bücher habe ich im Jahr 2011 gelesen und damit schon mal meinen Vorsatz eingehalten, mehr lesen zu wollen als im Jahr 2010 (44 Bücher). Allerdings merkt man anhand der Titel, dass ich ziemlich unkontrolliert sehr viel Kinder- und vor allem Jugendliteratur verschlungen habe. Warum das denn plötzlich?
Was will ich nun, im Jahr 2012? Ich möchte mich ein wenig entfernen, vor allem von den Feen, Magiern, Zombies und ja, auch ein wenig von den Vampiren. Ich möchte wieder eintauchen in die Welt der anspruchsvolleren Literatur, auch wenn es deswegen zum Schluss ein paar Bücher weniger in der Bilanz werden.
»Die Flammende« (Kristin Cashore)
»Vampire Academy 2: Blaues Blut« (Richelle Mead)
»Vampire Academy 1: Blutsschwestern« (Richelle Mead)
»Totes Meer« (Brian Keene)
»Die Rebellion der Maddie Freeman« (Katie Kacvinsky)
»Gregs Tagebuch 6: Keine Panik!« (Jeff Kinney)
»Gregs Tagebuch 5: Geht's noch?« (Jeff Kinney)
»Gregs Tagebuch 4: Ich war's nicht!« (Jeff Kinney)
»Black Dagger. Mondschwur« (J.R.Ward)
»Black Dagger. Vampirseele« (J.R.Ward)
»Fast genial« (Benedict Wells)
»Das Labyrinth der Träumenden Bücher« (Walter Moers)
»0.4 - Eine perfekte neue Welt« (Mike Lancaster)
»Das Blut von Brooklyn« (Charlie Huston)
»Blutrausch« (Charlie Huston)
»Die Erben von Sevenwaters« (Juliet Marillier)
»Die Beschenkte« (Kristin Cashore)
»Das Bildnis des Dorian Gray / The Picture of Dorian Gray« (Oscar Wilde)
»Kismet Knight. Vampire lieben länger« (Lynda Hilburn)
»House of Night. Gezeichnet« (P.C.Cast/Kristin Cast)
»Stadt aus Blut« (Charlie Huston)
»Kismet Knight. Vampirpsychologin« (Lynda Hilburn)
»Lamento. Im Bann der Feenkönigin« (Maggie Stiefvater)
»Vorübergehend tot« (Charlaine Harris)
»Anna Karenina« (Leo N. Tolstoj)
»Chroniken der Weltensucher. Der gläserne Fluch« (Thomas Thiemeyer)
»Familie Pompadauz. Eine unfassbar fiese Falle« (Franziska Gehm)
»Das Albtraumreich des Edward Moon« (Jonathan Barnes)
»30 Minuten für effektives Suchmaschinenmarketing« (Cornelia Klem/Sibylle Klem)
»Blogs, Video & Online-Journalismus« (Moritz "mo." Sauer)
»Fotografie für Journalisten« (Kay-Christian Heine)
»Verlagswirtschaft« (Wulf D. v. Lucius)
»Sonea. Die Hüterin« (Trudi Canavan)
»Amphitryon« (Heinrich von Kleist)
»Das Tal. Das Spiel« (Krystyna Kuhn)
»Marina« (Carlos Ruiz Zafón)
»The Comedy of Errors« (William Shakespeare)
»Ruhm« (Daniel Kehlmann)
»Krieg. Stell dir vor, er wäre hier« (Janne Teller)
»Zwischen neun und neun« (Leo Perutz)
»2666« (Roberto Bolano)
»Der Mitternachtspalast« (Carlos Ruiz Zafón)
»Magie« (Trudi Canavan)
»Letterland« (Trommer/Akdenizli)
»Die drei ??? - High Strung. Unter Hochspannung«
»Die drei ??? - House of Horror. Haus der Angst«
»Die drei ??? - Brainwash. Gefangene Gedanken«
»Oksa Pollock. Die Unverhoffte« (Plichota/Wolf)
»Nanettes Gedächtnis« (Friedmar Apel)
»Lolita« (Vladimir Nabokov)
»The Turn of the Screw« (Henry James)
Zum einen, weil ich mit meinem Studium so weit bin, dass ich nur noch sehr wenig Seminare besuchen muss. Also hatte ich mehr Zeit für anspruchslose Literatur. Außerdem habe ich meinen Bücherei-Ausweis erneuert und die Jugend-Bestseller der letzten zwei, drei Jahre waren sehr präsent ausgelegt, inklusive vieler Pseudo-Bestseller mit Biss.
Die Folge daraus? Es war insgesamt ein recht überschaubares Lesejahr ohne echte Schätze und Neuentdeckungen. Natürlich war Nabokov mit seinem Roman »Lolita« überaus genial, vor allem aus der Perspektive eines unzuverlässigen Erzählers betrachtet. Ebenso »Zwischen neun und neun« von Leo Perutz. Aber sonst? Eine breite Masse von Büchern, die schnell weggelesen werden konnten, machte den Großteil meines Lesejahres aus. Darunter viel Durchschnitt und leider auch viele Flops.
Ich kann mich gar nicht entscheiden, was schlimmer war: »Das Albtraumreich des Edward Moon« von Jonathan Barnes oder »House of Night. Gezeichnet« von P.C. und Kristin Cast. Zu beiden habe ich ziemlich ausführliche Verrisse geschrieben. Mit der Zeit schnappte ich mir gerne diese Pseudo-Bestseller, um sie im Fokus der Verkaufszahlen mit der inhaltlichen Qualität zu konfrontieren. Ein wahrhafter Genuss!
Am meisten enttäuscht hat mich der Autor Carlos Ruiz Zafón, am meisten überrascht die Fantasy-Autorin Kristin Cashore. Interessant war auch, dass ich viele Reihen angefangen und weitergelesen habe, die qualitativ ziemlich abgebaut haben. Eine wunderbare Ausnahme war das Abenteuer-Spielbuch »Die drei ??? - House of Horror. Haus der Angst«. Auch ungewöhnlich: Ich wandte mich fast komplett von den Kriminalromanen ab und hin zur Zombieliteratur, ein für mich ganz neues Genre.
Was will ich nun, im Jahr 2012? Ich möchte mich ein wenig entfernen, vor allem von den Feen, Magiern, Zombies und ja, auch ein wenig von den Vampiren. Ich möchte wieder eintauchen in die Welt der anspruchsvolleren Literatur, auch wenn es deswegen zum Schluss ein paar Bücher weniger in der Bilanz werden.
»Die Flammende« (Kristin Cashore)
»Vampire Academy 2: Blaues Blut« (Richelle Mead)
»Vampire Academy 1: Blutsschwestern« (Richelle Mead)
»Totes Meer« (Brian Keene)
»Die Rebellion der Maddie Freeman« (Katie Kacvinsky)
»Gregs Tagebuch 6: Keine Panik!« (Jeff Kinney)
»Gregs Tagebuch 5: Geht's noch?« (Jeff Kinney)
»Gregs Tagebuch 4: Ich war's nicht!« (Jeff Kinney)
»Black Dagger. Mondschwur« (J.R.Ward)
»Black Dagger. Vampirseele« (J.R.Ward)
»Fast genial« (Benedict Wells)
»Das Labyrinth der Träumenden Bücher« (Walter Moers)
»0.4 - Eine perfekte neue Welt« (Mike Lancaster)
»Das Blut von Brooklyn« (Charlie Huston)
»Blutrausch« (Charlie Huston)
»Die Erben von Sevenwaters« (Juliet Marillier)
»Die Beschenkte« (Kristin Cashore)
»Das Bildnis des Dorian Gray / The Picture of Dorian Gray« (Oscar Wilde)
»Kismet Knight. Vampire lieben länger« (Lynda Hilburn)
»House of Night. Gezeichnet« (P.C.Cast/Kristin Cast)
»Stadt aus Blut« (Charlie Huston)
»Kismet Knight. Vampirpsychologin« (Lynda Hilburn)
»Lamento. Im Bann der Feenkönigin« (Maggie Stiefvater)
»Vorübergehend tot« (Charlaine Harris)
»Anna Karenina« (Leo N. Tolstoj)
»Chroniken der Weltensucher. Der gläserne Fluch« (Thomas Thiemeyer)
»Familie Pompadauz. Eine unfassbar fiese Falle« (Franziska Gehm)
»Das Albtraumreich des Edward Moon« (Jonathan Barnes)
»30 Minuten für effektives Suchmaschinenmarketing« (Cornelia Klem/Sibylle Klem)
»Blogs, Video & Online-Journalismus« (Moritz "mo." Sauer)
»Fotografie für Journalisten« (Kay-Christian Heine)
»Verlagswirtschaft« (Wulf D. v. Lucius)
»Sonea. Die Hüterin« (Trudi Canavan)
»Amphitryon« (Heinrich von Kleist)
»Das Tal. Das Spiel« (Krystyna Kuhn)
»Marina« (Carlos Ruiz Zafón)
»The Comedy of Errors« (William Shakespeare)
»Ruhm« (Daniel Kehlmann)
»Krieg. Stell dir vor, er wäre hier« (Janne Teller)
»Zwischen neun und neun« (Leo Perutz)
»2666« (Roberto Bolano)
»Der Mitternachtspalast« (Carlos Ruiz Zafón)
»Magie« (Trudi Canavan)
»Letterland« (Trommer/Akdenizli)
»Die drei ??? - High Strung. Unter Hochspannung«
»Die drei ??? - House of Horror. Haus der Angst«
»Die drei ??? - Brainwash. Gefangene Gedanken«
»Oksa Pollock. Die Unverhoffte« (Plichota/Wolf)
»Nanettes Gedächtnis« (Friedmar Apel)
»Lolita« (Vladimir Nabokov)
»The Turn of the Screw« (Henry James)
Freitag, 30. Dezember 2011
Testbericht E-Reader – PocketBook Pro 912 (Teil II)
In diesem Posting haben Wortschatz und ich einen kleinen Testbericht über den neuen E-Reader Pro 912 von PocketBook geschrieben. Nun hat sich mein Schwager P. den Reader tatsächlich bestellt, und er kam pünktlich am Weihnachtstag an. Genug Zeit, um ihn für ein paar Stunden ausgiebig zu testen (Dankeschön!). Das Ergebnis habe ich auf Video festgehalten, sodass ein guter Eindruck entsteht, wie die Geschwindigkeit und die Qualität so ist und was für Funktionen es gibt. Leider ist es mein erstes Video auf Youtube, weshalb ich noch am Knobeln wegen der richtigen Größe bin. Ächem.
Ob P. ihn letztendlich behalten wird? Ich werde berichten. Spannend ist der PocketBook Pro 912 auf alle Fälle.
Samstag, 24. Dezember 2011
Adventskalender 2011 – 24. Dezember
Die Typografie
In jedem Buch wurde sie verwendet, mal mehr, mal weniger. Durch die Auswahl der verschiedenen Schriften, durch die Platzierung der Pagina, durch den Einsatz von Linien und Bildern, durch die Auswahl von Papier oder der Farbe des Einbands, durch das Spiel mit der Gestaltung: die Typografie.
Sie bezieht sich sowohl auf die gedruckten Bücher als auch auf die elektronischen Medien. Die gestalterischen Merkmale unterteilt man in die Mikro- und die Makrotypografie. Die Mikrotypografie wird auch Detailtypografie genannt und widmet sich den Kleinigkeiten: Wird eine Schrift mit oder ohne Serifen ausgewählt? In der Makrotypografie widmet sich der Setzer den groben Gestaltungsmerkmalen: Papierformat, Platzierung von Objekten wie Bilder, Schriftauszeichnungen.
Im Idealfall verdeutlicht die Typografie, was das Medium ausdrücken will, kombiniert sein Inhalt und seine Aussageabsicht und drückt diese visuell aus. Auch die Lesbarkeit ist ein wichtiges Thema.
Mit dem letzten Türchen wünsche ich Dir ein wunderschönes Weihnachtsfest und erholsame, buchgesegnete Feiertage.
Freitag, 23. Dezember 2011
Adventskalender 2011 – 23. Dezember
Die Kapitelüberschrift
Eigentlich bedarf dieses Türchen keine Erklärung. Eine Kapitelüberschrift trennt den Fließtext in verschiedene Abschnitte – nicht nur allein von der Formatierung, sondern auch inhaltlich. Das Wort Kapitel stammt übrigens aus dem Lateinischen (capitulum) und bedeutet übersetzt Köpfchen. Ich blättere selbst gerne in Büchern herum, um mir mit Hilfe der Kapitelüberschriften einen Überblick über das Layout zu verschaffen. Und nebenbei bemerkt: Erkennst du, welches Buch oben abgebildet ist? (-:
Donnerstag, 22. Dezember 2011
Bibliophiles – Skulpturen aus Papier
Ich komme immer noch nicht aus dem Staunen heraus: Im März 2011 fand man in der Scottish Poetry Library in Edinburgh eine Skulptur aus Papier, und seitdem häufen sich die Funde. Wer verschickt sie? Und warum? Auf alle Fälle bin ich total verzaubert. Und auch wenn mir meine Bücher heilig sind und ich zu den Lesern gehöre, die extrem vorsichtig mit ihnen umgehen ... Ein Selbstversuch würde mich nun doch reizen. Ich würde entweder eine Szene aus Ronja Räubertochter nachstellen oder die Buchhaimer Katakomben.
Adventskalender 2011 – 22. Dezember
Die Serifen- und Grotesk-Schriften
Was ist nun eine Schrift mit Serifen? Oder eine Grotesk-Schrift? Wer gerade ein wenig aufgepasst hat, weiß die Lösung vielleicht sogar schon. Die nächsten Zeilen sind in der Schrift Times New Roman geschrieben – es ist die bekannteste Schrift mit Serifen. Serifen sind die Linien, die den Buchstabenstrich abschließen. Verläuft der Strich senkrecht (I), dann schließen die Serifen waagerecht an den Enden oben und unten ab (I). Es gibt verschiedene Stärken und Rundungen, die eine Serife haben kann. An ihnen kann sogar die Schrift einer bestimmten Klassifikation zugeordnet werden. Serifen-Schriften sollen die Leserlichkeit eines Textes verbessern, sodass sie gerne beispielsweise bei belletristischen Titeln verwendet werden.
Anders sieht es dagegen bei der Grotesk-Schrift aus. Zu den bekanntesten Schriften gehören die Arial oder die hier verwendete Helvetica. Grotesk-Schriften haben keine Serifen (deshalb werden sie auch als Sans Serif bezeichnet), und ihre Strichstärke ist sehr ebenmäßig. Sie entstanden im 19. Jahrhundert, abgeleitet aus der Antiqua, und aus dieser Zeit stammt auch die Bezeichnung Grotesk: Für die Menschen damals war die neue, serifenlose Schrift irgendwie sonderbar und entsprach nicht ihren Lesegewohnheiten. Heute wird die Serifenlose gerne in Fachbüchern verwendet, aber auch besonders gerne im Web: Wird der Text am Bildschirm immer kleiner, verringert sich die Lesbarkeit bei Schriften mit Serifen.
Mittwoch, 21. Dezember 2011
Adventskalender 2011 – 21. Dezember
Das Kapitälchen
Nachdem MAJUSKEL und minuskel die Themen der letzten beiden Tage waren, steht heute das Kapitälchen im Fokus. Auch Kapitälchen sind Großbuchstaben, deren Höhe sich allerdings nicht anhand der der Versalien orientiert, sondern an der Normalhöhe der Kleinbuchstaben. Auch der Duktus und der Grauwert der Kapitälchen orientiert sich an den Kleinbuchstaben. So entsteht eine Auszeichnungsart, die im Text optisch sehr unauffällig ist. Ein Graus für jeden Setzer sind falsche Kapitälchen, die sich zwischen der Normal- und der Versalhöhe bewegen. Bei falschen Kapitälchen werden die Versalbuchstaben skaliert, was zu entweder viel zu großen oder zu hellen Buchstaben führt.
Dienstag, 20. Dezember 2011
Adventskalender 2011 – 20. Dezember
Die Minuskel
GESTERN WAR DIE MAJUSKEL HINTER DEM 19. TÜRCHEN VERSTECKT. kommen wir heute zu ihrem gegenstück: die minuskel. minuskel werden auch gemeine genannt und sind kleinbuchstaben. woher kommt letztendlich die bezeichnung? im lateinischen bedeutet minusculus übersetzt soviel wie eher klein.
Montag, 19. Dezember 2011
Adventskalender 2011 – 19. Dezember
Die Majuskel
Die Majuskel wird gegenwärtig synonym zu der Bezeichnung Versalien gebraucht und bezeichnet in der Typografie die GROSSBUCHSTABEN. Schriften, die nur aus Großbuchstaben bestehen, heißen deshalb Majuskel- oder Kapitalschriften. Ist mitten in einem Wort ein GroßBuchstabe enthalten, so spricht man von einer BinnenMajuskel. Majuskelschriften werden gerne als AUSZEICHNUNGSART für Buchstaben verwendet.
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