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Mittwoch, 5. Oktober 2011

Buchkaufrausch – Ich hab ihn, du auch?


Für diesen Buchkauf habe ich schwere Opfer gebracht. Ich habe ihn mir bei meiner Buchhandlung vorbestellt, durfte ihn aber erst dann abholen und verschlingen, sobald meine Seminararbeit fertig geschrieben war (selbst auferzwungener Fertigstellungstermin mit gewaltigen Belohnungseffekt). Um 3.36 Uhr habe ich heute das Licht in dem Gewissen ausgeknipst, den neuen Walter Moers wenige Stunden später am Erstverkaufstag sicher in den Händen halten zu können. Und hast du ihn dir auch geholt?

Montag, 27. Juni 2011

Eingekauft – Lebensaufgabe


Letztes Jahr war ich zum ersten Mal auf dem Johannisfest in Mainz. Nicht wegen der Zuckerwatte, dem Riesenrad am Rheinufer oder der Buchdruckertaufe (Gautschen), sondern weil immer Samstags der Johannis-Büchermarkt beginnt. Rund um den Fastnachtsbrunnen am Schillerplatz sind die ersten Stände der Antiquare und Händler aufgebaut, die ihre Schätze in Kisten, auf den Tisch oder in Regalen aufbewahren. Ein Stand mit alten Hardcover-Ausgaben von Suhrkamp und S. Fischer nahm mich letztes Jahr gefangen und ich nahm mehr als zehn Bücher mit, bevor mein Blick auf eine Ausgabe von Marcel Prousts »Auf der Suche nach der verlorenen Zeit« fiel. So ein Mist, denn die haben dann vom Gewicht her einfach nicht mehr gepasst – physisch und mental. Seitdem habe ich immer wieder an diese verpasste, günstige Chance zurückgedacht und mich unendlich geärgert. Zum Glück fand ich dieses Jahr eine noch schönere Ausgabe und dabei blieb es dann auch schon. »Stellenweise sehr langatmig, stellenweise aber auch einfach nur wunderschön«, meinte der Verkäufer, als er die zehn Bände für mich in eine Tüte verstaute. Ich bin sehr gespannt auf meine neue Lebensleseaufgabe.

Dienstag, 10. Mai 2011

»Back to Offline« – Schneller Einkauf in Frankfurt


Meine Buch-Challenge »Back to Offline« erwischte mich ganz unerwartet zum ersten Mal bei der Frage, was ich denn wo ganz spontan für meinen zukünftigen Schwager zum Geburtstag kaufen könnte. Paul liest oft spannende Thriller, gerne mit angedeuteter Religionskritik und Verschwörungstheorien, klassischen Horror und neuseeländische Krimis. Da die Serie von Simon Beckett derzeit ganz gut bei den Lesern ankommt, hatte ich ziemlich schnell das Bild von »Die Chemie des Todes« im Kopf.

Dienstag, 5. April 2011

Bücher kaufen – Frust oder Lust?

Im bibliophilen Slang haben sich in den letzten Jahren einige neue Begriffe gebildet. Es gibt nicht mehr nur Leser und Bücher und Lesezeichen, sondern auch Abkürzungen wie SuB, RuB, ZuB oder sogar HuB. Das uB steht dabei jedes Mal für »ungelesene Bücher« und der erste Buchstabe für Stapel, Regal, Zimmer oder Haus. Aus diesen Begriffen lassen sich die jeweiligen Größenverhältnisse ablesen, wie groß so ein Haufen ungelesener Bücher werden kann. Manche Menschen kaufen sich eins, nachdem sie ihr letztes Buch zu Ende gelesen haben. Andere hingegen verzweifeln an mehreren hundert Exemplaren. Ein Youtube-Video der lieben TheBookLook spricht diese Thematik kritisch an. Sie motiviert, sein eigenes Kaufverhalten zu überdenken. Warum kaufen wir überhaupt so viele Bücher? Mehr vielleicht, als wir vielleicht jemals lesen werden können?

Dienstag, 30. November 2010

Da waren es nur noch 665!


Verschwörung! Ganz sicher! Mich packte gestern der Nostalgie-Blues, als ich beim nächtlichen Stöbern auf ein besonderes Buch stieß: Bram Stokers »Dracula«. Das Buch gibt es in gefühlten zwei Milliarden verschiedenen Ausgaben, aber ich stieß durch Zufall genau auf eine vom Hanser-Verlag aus dem Jahr 1997. Da durchfuhr mich ein wohliger Schauer voller wunderbarer Erinnerungen. Als Kind verschlang ich nach Enid Blyton und den drei ??? die Bücher von Stephen King, bis meine Mutter irgendwann den Satz von sich gab: »Kind! Lies doch bitte etwas Ordentliches!«

Nach dieser Aufforderung, meine geliebten vergrabenen Untertassen, die toten Katzen und den gefräßigen Nebel hinter mir zu lassen, stöberte ich suchend durch unsere kleine Bücherei ... und stieß dabei genau auf diesen Klassiker der Weltliteratur. Es war genau dieselbe Ausgabe. Und es war Liebe auf dem ersten Blick.

Heute Abend war mir dann plötzlich klar, dass ich genau diese Ausgabe in meinem Regal stehen haben möchte, damit ich sie vielleicht mal wieder hervorhole, um sie zum vierten Mal zu lesen. Jetzt war die Zeit endlich da. Ich habe fieberhaft nach dieser besonderen Ausgabe gesucht. Nach einer Suchanfrage wurden mir tatsächlich 666 verfügbare Bram Stoker-Dracula-Ausgaben angezeigt, eine darunter war tatsächlich eine gut erhaltene Hanser-Ausgabe. Und nun? Siehst du, lieber Leser? Jetzt sind es nur noch 665 und ich warte gespannt auf mein Paket.