Posts mit dem Label Manga werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Manga werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 15. August 2012

Bibliophile Momentaufnahmen – Kalenderwoche 33


Mangas. Meine Erfahrung beruhte auf einer Enttäuschung. Vor Jahren habe ich im Fernseher gespannt eine Anime-Serie verfolgt und die blauen Haare der männlichen Hauptfigur geliebt, vergöttert, abgeschleckt. Als ich Jahre später wieder über die Sendung stolperte, stöberte ich im Netz nach Büchern und wurde bei einem Manga fündig. Ich bestellte ihn und war total gespannt auf meinen ersten Comic.
Die Enttäuschung war groß: Schwarzweiß.
Mein männlicher Protagonist mit den wundervollen blauen Haaren hatte keine blaue Haare mehr. Und eine Leseanleitung? Gab es nicht. Ich las das komplette Buch in der Ungewissheit, die richtige Reihenfolge einzuhalten, oder vielleicht auch nicht. Dieses Jahr erzählte mir nun meine liebste verrückte Freundin JO von ihrem Lieblingsmanga. Tags darauf lag er auf meinem Bürotisch und blickt mich erwartungsfroh an. Nun gut, die Aufmachung war nicht schlecht, die Geschichte klang spannend und die Hauptfigur hatte lustige Haare. Belohnt wurde ich mit Deathnote in der Black Edition und einem wundervollen, knifflig konstruierten Krimi mit tiefgründigen Charakteren. Es war ein netter Ausflug mit spannenden Ideen und machte mein Blaue-Haare-Trauma ein wenig wieder wett.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Buchmesse 2010 – Manga-Flashmob


Liegt es wirklich an unserer Generation, dass wir spüren, wenn sich irgendwas merkwürdiges anbahnt? Etwas flashmobartiges? Auf jeden Fall stand ich am Sonntag in der Agora, als mir eine Ansammlung von Manga- und Anime-Fans ins Auge gefallen ist. Die bunten Kostüme, Perücken und Verkleidungen sind ja auch kaum zu übersehen. Nach einigen Minuten kamen immer mehr dazu und auf ein Stichwort ging es los: Sie formierten sich, schrien herum und Musik ertönte. Alle tanzten mit und um mich herum bildete sich eine Traube von Leuten mit Kameras.


Ein Flashmob? Ein Junge im Tierkostüm nahm nach dem ersten Tanz schweißgebadet den Kopf ab und nickte: »Es wurde in einigen Manga-Foren angekündigt.« Nach dem Manga-Liedchen (?) kam dann der Macarena hinzu. Und genau da musste ich dann doch ziemlich schmunzeln, als einige der Elfen und Krieger ein wenig unschlüssig umherstarrten, unbeholfen die Bewegungen der wenigen Macarena-Mächtigen nachahmten und sich beim Sprung in die falsche Richtung drehten. Tja, spätestens da machte sich der Generationsunterschied bemerkbar. Den Macarena hab ich nämlich noch in der Grundschule gelernt – und das war 1993. Aber unterhaltsam war's. Danke, liebe Manga- und Animefiguren.























Post Scriptum: Dir fehlt die Musik und die Bewegung? Dann schau mal hier: Klick!

Samstag, 16. Oktober 2010

Buchmesse 2010 – Manga-Anime-Manga!


Die letzten Jahre habe ich die Buchmesse immer in der Halle 3.0 verbracht. Immer in der Nähe des Comic-Zentrums und es war jedes Mal eine Augenweide, dort zu stehen, Magazine zu verteilen und die verschiedenen Kostüme, bunten Frisuren und ausgefallenen Schwerter, Masken oder Hüte zu bestaunen. In diesem Jahr wagte ich mich am Samstag mit meiner Kamera in das Zentrum der Manga- und Animefiguren und wurde nicht enttäuscht.


Ich stellte mich mit meiner Canny an eine Kreuzung mitten in den Strudel aus rosafarbenen, lockigen Haaren-bis-zum-Popo, den grüngeschminkten Gesichtern, den Tiermasken und den roten Kontaktlinsen und fotografierte aus dem Hinterhalt. Offene Blende, geringe Tiefenschärfe, um die merkwürdigen Figuren aus der Masse von normalen Besuchern hervorzuheben. Ich wollte natürliche, ungestellte Menschen ablichten – gewissermaßen als Kontrast zu dem schrillen Äußeren.


Falsch, wurde ich belehrt. Ein junges Mädchen in Jeans – eine Mitarbeiterin eines Comic-Stands? – entdeckte mich. »Wenn Sie sie fragen, lassen sie sich gerne fotografieren.« Ich erklärte ihr meine Idee, die Kostümierten in natürlichen Posen abzulichten. »Diese Haltung mit der entsprechenden Mimik und Gestik ist gewollt. Sie ist den Manga- und Animefiguren nachempfunden und steigern den Wiedererkennungswert«, erklärte sie mir. Aha, da fiel der Groschen. Und seien denn alle Kostümierten an eine Figur aus einem Comic angelehnt? »Meistens schon. Es gibt nur wenige Ausnahmen.«
Dankeschön, liebes unbekannte Mädchen für deine Infos. Ab jetzt brauchte ich nur noch nett zu lächeln, meine Canny hochzuheben und schon posierten die Mädels und Jungs für mich. Ich bin gespannt, was für Kostüme ich im nächsten Jahr entdecken werde.







Abseits den übervölkerten Gängen: Lippenstift nachziehen und die richtige Mimik üben.





Ein normales Bild auf der Messe: Interessierte Zuhörer mit einem bunten Farbtupfer zwischen ihnen.

















Lieber Achim, ich wünsch dir viel Spaß mit deiner hübschen Zeichnung!

Ursache (gutaussehender, leichtbekleideter Manga-Mann) und Wirkung (in Kostümen verkleidete Fans)?



































Post Scriptum: Mein Wortschatz hat mir geflüstert, dass viele der Kostüme an »Naruto« angelehnt sind. Welche, lieber Leser, erkennst du noch?