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Mittwoch, 4. Juli 2012

Bibliophile Momentaufnahmen – Kalenderwoche 27


Das ist eines der ersten Bilder, die ich mit meinem allerersten, frischen Smartphone geschossen habe und ich mag es unheimlich gerne, weil es viel mehr ist, als es auf dem ersten Blick zu sein scheint. Was ist abgebildet? Eine Spiegelung auf dem neuen Canon Makro-Objektiv (EF 100mm 2.8 L IS USM) von Wortschatz. Damit haben wir zuvor mehrere Stunden lang Bilder von Laub, Insekten und Schimmelpilzen gemacht. Wo? Auf dem Neroberg in Wiesbaden. In der Spiegelung wird der Wald um uns herum sichtbar. Das weiße Geländer rechts oben ist ein Teil der Nerobergbahn, einer Wasserlast- und Zahnstangenstandseilbahn, vor der wir uns bei dieser Momentaufnahme gerade befanden. Der Blick in die Spiegelung ist wie ein Blick in eine andere Welt. Sie eröffnet uns neue Perspektiven ... gerade eben wie Bücher es immer und immer wieder tun.

Montag, 5. September 2011

Aus dem Alltag einer Buechereule – Fototour in den Frankfurter Zoo



Wir hatten noch Eintrittskarten aus dem Jahr 2004 und 2001, und die lösten wir am Wochenende nun endlich ein: Es ging in den Frankfurter Zoo. Ich ging mit gemischten Gefühlen hin. Einerseits ist es natürlich toll, all diese exotischen Tiere beobachten zu können, die einem sonst eher nicht über den Weg laufen. Andererseits musste ich oft an die Bären denken, die bei meinem letzten Besuch ein wirklich grauenhaftes Gehege gehabt haben. Gute Nachrichten zumindest an dieser Front: Die Bären bekommen ein komplett neues Territorium, die Tigerbabys rekelten sich in den letzten Strahlen der Sonnenbrand-Sonne und im Grzimek-Haus flatterten die Fledermäuse und hingen die Faultiere müde herum. Während unseres dreistündigen Streifzugs lernten Wortschatz und ich eine neue Plage kennen: Fotografen.

Montag, 29. August 2011

Aus dem Alltag einer Buechereule – Fototour durch Frankfurt


Es ist schon erstaunlich, wenn man weite Strecken fährt, um Hamburg, Lübeck, Köln, Berlin, Trier, Speyer oder Weimar zu erleben und dabei eigentlich vergisst, dass vor der eigenen Haustür so manche Sehenswürdigkeit auf Beachtung lauert. So ging es mir mit Frankfurt. Seitdem ich dort letztes Jahr allerdings kurz gearbeitet habe, suche ich die Mainmetropole eigentlich ganz gerne immer mal wieder auf. Dieses Mal mit Wortschatz im Schlepptau und unseren Kameras.

Montag, 18. Oktober 2010

Buchmesse 2010 – Vom Word-Dokument zum E-Book

Ursula Welsch von der XML-Schule schien selbst ein wenig überrascht, als sich vor ihrem kleinen Stand die Menschen aneinanderdrängten, plötzlich Stühle aus dem Nirgendwo auftauchten und alle interessiert die Stifte zückten. Der Grund war ein »Expertengespräch« mit Willi Breitwieser, Ingenieur und Entwickler für MS-Office-Anwendungen im XML-Umfeld. Besonders die letzte Qualifikation dürfte viele Verleger neugierig machen und das zeigte sich bereits am Stand von Welsch. Die Zuhörer wollten alles über das von Breitwieser entwickelte Tool erfahren, mit dem man aus Word-Dokumente ePUBs generieren kann.


Das ebook-Tool ist nach der Installation in MS Word integriert. Beim Reiter »Start« erscheint ein neues Knöpfchen. Nach der Eingabe der Metadaten und dem Zielverzeichnis wandelt die Software die docx-Datei in ePUB um.
Breitwieser klickte ein wenig herum, war in wenigen Minuten fertig und sah sich dann etwas unsicher in der Runde um. »Fertig. Das war's«, meinte er schulterzuckend und beantwortete dankbar einige Nachfragen. Ob das Programm kostenlos sei? Ob das Tool nur mit Formatvorlagen arbeiten könne? Für welche MS Word-Versionen die Software verfügbar sei? Ja. Nein. Ab 2007.

Mein Fazit? Breitwieser hat eine sehr spannende Fragestellung (Wie kann man Word-Dokument in ePUB umwandeln?) einfach und gut umgesetzt. Zumindest auf der Messe hat während des Expertengesprächs alles reibungslos funktioniert. Da ich selbst bereits das Office 2010 benutze, muss ich zum Ausprobieren leider auf ein neues Tool warten. Für alle anderen gibt es Willi Breitwieser Blog zum Stöbern und Ausprobieren.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Buchmesse 2010 – Würden Sie Sushi im Baumarkt kaufen?

Diese Frage war das Thema einer Gesprächsrunde auf der Frankfurter Buchmesse. Joachim Fürst und Marc Iven von der Firma Fürst Nebensortimente berichteten den anwesenden Buchhändlern und Non-Book-Anbietern, welche Erfahrungen sie im Laufe der Jahre mit dem Zusatzsortiment im Buchhandel gesammelt haben.

Als Zauberwort hat sich (wenig überraschend) »Qualität« entpuppt. Doch bis man an die richtigen Non-Books herankommt, ist es oft ein langer und beschwerlicher Weg. Die Auswahl ist unendlich groß, und spätestens bei der Mindestabnahmemenge der Großhändler tauchen erste Probleme auf – zumindest bei kleinen und mittleren Sortimentern. Fürst und Iven haben deshalb einen Zusammenschluss mit mehreren Buchhandlungen organisiert, um für ihre Autorenbuchhandlung in Berlin Papeterie als Zusatzsortiment anbieten zu können.


Interessant wird vor allem der Augenblick, wenn der Buchhändler sich nach langem Kopfzerbrechen für ein Produkt entscheiden muss. Nicht alles passt in jede Buchhandlung an jeden Ort in jedes Konzept. Und weit verbreitete Markenstifte im Angebot zu haben, die es in jedem Schreibwarengeschäft Vorort gibt, ist ebenfalls nicht empfehlenswert. Joachim Fürst ermutigte die Buchhändler zu Entdeckungsreisen: »Experimentiert! Vor allem das Individuelle und Einzigartige kommt bei den Kunden sehr gut an.«

Ein Non-Book-Artikel muss selbsterklärend sein. Einen zusätzlichen Kaufanreiz bietet ein spielerischer Umgang mit Bildung oder ein Bezug zu Literatur und Kunst. Gute Non-Books sind zeitlos, witzig und originell; sie steigern die Lust am Stöbern und somit auch die Kundenbindung.
Ein echter Verkaufsschlager bei der Firma Fürst Nebensortimente ist ein unscheinbares, schlichtes Fotoalbum aus braunem Kraftpapier, das nach dem Befüllen zu einem Quadrat wird. Ich selbst werde einen Blick auf einen Buchblock werden, der mit buntem Papier gefüllt ist. Einfach, zeitlos, aber genial.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Buchmesse 2010 – Dritter Tag, dritte Fachbesucherqual

Jedes Jahr sinkt meine Laune am dritten Tag auf den Nullpunkt. Der Buchmesse-Freitag ist die Ruhe vor dem Sturm, der Kaugummi unter dem Schuh, der Pestkranke in der Gosse: Er ist still, zieht sich lange hin und quält den Besucher elendig. Die Kraft der ersten zwei Tage ist durch die ersten Messepartys in arge Mitleidenschaft gezogen worden, doch es gibt noch zu wenig zu tun, sodass das Adrenalin gänzlich ausbleibt und zumindest ich müde und verspannt einem Arbeitstag entgegen blicke, der mindestens zwei Millionen mal so lang ist wie gewöhnlich.


Zum Glück hatte ich zumindest am Vormittag tolle Termine, die meine Laune merklich aufbesserten (mehr dazu, lieber Leser, in einem anderen Post), aber dafür war der Nachmittag lang, länger, nicht bezwingbar. Und eine verspätete S-Bahn, ein dadurch fast verpasster Termin, ein vergessener Block taten ihr übriges.

Ach, ich mag über den Freitag nicht reden. Lieber über den Samstag, den Sonntag! Denn dann steckt der Trubel mich an, beginnt die Messe zu leben und zu blühen, aus dem Murmeln wird ein Gelächter, eine Diskussion, ein Gespräch. Dann kehrt der Geist der Messe wieder schlaftrunken in die Hallen zurück.

Montag, 11. Oktober 2010

Buchmesse 2010 – Der Buchmarkt im Jahr 2020


Experten und der Branchennachwuchs diskutierten auf der Frankfurter Buchmesse über den aktuellen Buchmarkt in Deutschland. Doch wie sehen sie die Zukunft des Buchhandels, beispielsweise für das Jahr 2020?

»Um 18.30 Uhr werde ich meine Buchhandlung schließen. Alles fährt sich selbst herunter und ein Weinkeller öffnet sich aus dem Boden für die ganze Belegschaft. So einen Feierabend will ich im Jahr 2020 erleben.«
(Viola Taube von der gleichnamigen Buchhandlung)

»Der Buchmarkt wird schrumpfen, sowohl bei den kleinen, als auch bei den großen Sortimentern. Wer jetzt wirtschaftlich nicht gut aufgestellt ist, wird große Probleme haben. Eine wichtige Aufgabe wird es sein, den Online- und stationären Buchhandel zusammen zu bringen. Schon jetzt hat die Online-Bestellung das Telefon abgelöst und die Kunden wollen ihre Ware nur noch im Handel abholen. Nun fragt sich nur, wie man die Klaviatur stellen muss.«
(Heinrich Riethmüller, Geschäftsführer der Osianderschen Buchhandlung und Vorsitzender des Sortimenter-Ausschusses und Mitglied des Vorstands des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.)

»Ich finde die Schwarzmalerei für den Buchhandel nicht gut. Vor allem der qualifizierter Nachwuchs wird für den Markt in Zukunft sehr wichtig werden und da ist es eher problematisch, wenn kleine Buchhandlungen nicht ausbilden können oder wollen. Besonders wichtig ist die Fortbildung, doch leider sind viele Seminare für Auszubildende zu teuer – hier gibt es einigen Nachholbedarf. Und natürlich wird eine kleine Buchhandlung niemals eine Konkurrenz zu Amazon bilden können, aber sie sollten im Netz immerhin präsent sein.«
(Michelle Jelting, Auszubildende im Barsortiment Könemann)

»Ein Weinkeller würde mir auch Spaß machen. Generell sollte der Spaß im Mittelpunkt stehen. Ein weiteres Schlüsselwort wird Feedback sind. Natürlich mag lebenslanges Lernen etwas abgedroschen klingen, aber in Zukunft wird dies selbstverständlich sein und der Dialog zwischen den verschiedenen Generationen wird in den Vordergrund rücken. Denn nur durch einen Austausch werden sie voneinander lernen.«
Johannes-Christoph Beck (Auszubildender bei der Osianderschen Buchhandlung)

Freitag, 1. Oktober 2010

Buchmesse 2010 – Meine Karte ist da!

Heute zeige ich euch mal, was ich bekommen habe: Eine feine Dauerkarte für die Frankfurter Buchmesse 2010! Ich freu mich total auf »meine Messe«, besonders weil ich in diesem Jahr nur halbtags arbeiten muss und den Rest der Zeit frei genießen darf. Nach vier Arbeitsmessen habe ich mir das aber auch wirklich verdient!



Einen genauen Blick auf das Messeprogramm habe ich noch nicht geworfen. Lediglich die Fachveranstaltungen habe ich im Börsenblatt kurz überflogen. Am Wochenende finde ich bestimmt ein Stündchen, um die freien Vormittage ausgiebig zu verplanen. Für dich, lieber Leser, bin ich mit meiner Canny bewaffnet unterwegs. Mal schauen, ob auch der Laptop mitkommt – in diesem Jahr gibt es ja WLAN für alle.